SACHSEN warnt vor Methanol in Alkohol: Zahlreiche Todesfälle

SMS SN Rückruf Schweinezungen Das sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (Dresden) warnt vor Methanol in Alkohol unklarer Herkunft. Zwei entsprechenden Pressemitteilungen zufolge gab es bereits zahlreiche Todesfälle in Tschechien, Polen und der Slowakei sowie mehrere Patienten, die aufgrund des Verzehrs von » methanolhaltigem Alkohol im Krankenhaus behandelt werden mussten. Die Spirituosen seien in kleinen Geschäften und an Ständen in der Region rund um Ostrava, meistens in Plastegefäßen ohne Etikettierung, verkauft worden, so die Behörden - die Herkunft der Ware ist noch immer nicht bekannt. Das Ministerium: "Da die Kontamination auf kriminelle Machenschaften zurückzuführen ist, kann das Ausmaß des weiteren Vertriebs derzeit nicht abgeschätzt werden. Warnung GIFTIGDas sächsische Verbraucherschutzministerium weist darauf hin, dass der Verkauf solchen Alkohols im Raum Sachsen nicht ausgeschlossen werden kann. Angesichts der Vorfälle in Tschechien und den bislang fehlenden Informationen zur Herkunft dieser Produkte und deren Vertriebswegen, warnt das Ministerium vor dem Verzehr von unetikettiertem Alkohol unbekannter Entstehung und Abstammung." Im Rahmen der laufenden Untersuchungen können im Zusammenhang mit den Vergiftungen derzeit folgende Spirituosenmarken genannt werden: "Lassky Tuzemak", "Tuzemak", "Svestkova Vodka", "Vodka Lunar", "Hanacka Vodka" und "Merunka Borovicka". Weitere auftretende (Verdachts-)Fälle oder das Angebot solcher Produkte sollen unverzüglich an die örtlich zuständige Lebensmittelüberwachungsbehörde gemeldet werden. "Methanol ist giftig und seine Aufnahme kann zur Erblindung, in höheren Dosen zum Tod führen. Eine Methanolvergiftung verläuft in drei Phasen. Nach einer berauschenden Wirkung direkt nach dem Verzehr, treten Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und beschleunigte Atmung auf. Letztlich tritt eine Schädigung des Sehnervs auf, die bis zur Erblindung führen kann. Der Tod kann als Folge einer Atemlähmung eintreten."
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Trendgetränk "Bubble Tea": Gesundheitsrisiko für Kleinkinder

Bundesinstitut für RisikobewertungDerzeit "in aller Munde": Hoffentlich nicht bei Kleinkindern! Das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sowie auch andere Institutionen und Medien warnen derzeit massiv vor dem Trendgetränk "Bubble Tea": Die Behörde in ihrer aktuellen Pressemitteilung: "Gesundheitsrisiko für Kleinkinder | Stärkekugeln können in die Atemwege gelangen und die Atmung blockieren Bubble Tea hat sich zu einem Trendgetränk entwickelt, das vor allem bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt ist. Das bunte Getränk besteht aus gesüßtem grünen oder schwarzen Tee und wird mit Milch und Fruchtsirup versetzt. Als Besonderheit werden dem Getränk Kügelchen (Bubbles) aus Stärke zugesetzt, die mit einer süßen Flüssigkeit gefüllt sind. Bubble Tea wird mit einem breiten Strohhalm getrunken, durch den auch die Bubbles in den Mund gesaugt werden." Das Amt weist darauf hin beziehungsweise warnt davor, dass Bubbles in die Atemwege und somit auch in die Lunge eindringen können. Die Behördenleitung macht deutlich: "Insbesondere bei Kindern bis zum Alter von vier Jahren besteht die Gefahr, dass sie versehentlich Fremdkörper in die Lunge verschlucken. Und genau das kann passieren, wenn Bubbles mit einem Strohhalm eingesaugt werden.“ Daher empfiehlt das BfR, dass beim Verkauf von Bubble Tea deutlich sichtbar auf dieses Gesundheitsrisiko hingewiesen wird. Bubbles sind etwa 10 bis 15 mm groß, haben eine elastisch-weiche Konsistenz und sind mit einer Flüssigkeit gefüllt. Das Institut erklärt: "Werden diese in die Lunge verschluckt, spricht man von » "Aspiration". Dazu Wikipedia: "Die wichtigste und fatalste Komplikation - gerade bei Kindern, wegen der noch kleinen Luftwege - ist das Ersticken (d. h. Lebensgefahr!). Verbleibt der Fremdkörper oder das Aspirat in der Lunge, so kann dies eine Lungenentzündung nach sich ziehen."
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Lesenswert: test.de: » "Bubble Tea: Auch Ministerin Aigner sieht Gefahr" sowie » "Bubble Tea: Dickmacher aus Fernost"

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