BESSER NICHT VERZEHREN! Rückstände eines Antibiotikums in GOURMET-Garnelenschwänzen von ALDI NORD

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ALDI NORD HEIPLOEG Rückruf GOURMET FRUITS DE MER King Prawns Garnelenschwänze Auf seiner Internetseite informiert Aldi Nord (Zentrale: Essen/NW) zu einem Rückruf der niederländischen Heiploeg International B.V. (SL Zoutkamp), wonach Garnelenschwänze zurückgerufen werden. "Im Rahmen einer Untersuchung wurden in einer Probe Riesengarnelenschwänze Rückstände des Tierarzneimittels » Chloramphenicol nachgewiesen." Betroffen ist der Tiefkühlartikel "Gourmet Fruits de Mer King Prawns Garnelenschwänze" in der Sorte "Natur" mit dem MHD 03.01.2022, erhältlich gewesen in Filialen der Gesellschaften Bad Laasphe (NW), Bargteheide (SH), Barleben (ST), Beucha (SN), Datteln (NW), Hann. Münden (NI), Herten (NW), Horst (SH), Lehrte-Sievershausen (NI), Nortorf (SH), Radevormwald (NW), Rinteln (NI), Salzgitter (NI), Scharbeutz (SH), Seevetal (NI), Weimar (TH), Werl (NW) und Wilsdruff (SN). Welcher Gesellschaft eine besuchte Aldi Nord-Filiale angehört, kann online unter » "Filialen und Öffnungszeiten" überprüft werden. Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes hat Aldi Nord den betroffenen Artikel vorsorglich aus dem Verkauf genommen. Bereits in Haushalten befindliche Ware sollte vorsorglich nicht mehr verzehrt werden. KundInnen werden gebeten, den Artikel in eine der betroffenen Filialen zurückzubringen: "Der Kaufpreis wird Ihnen selbstverständlich zurückerstattet". Andere Mindesthaltbarkeitsdaten, andere Chargen und andere Artikel des genannten Lieferanten sind Aldi´s Angaben zufolge nicht betroffen. Mit "Wir bedauern, dass wir Ihnen diese Unannehmlichkeiten bereiten!" schließt das "ALDI Team" seine Verbraucherinformation. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit: "Chloramphenicol (CAP) ist ein sehr wirksames und preiswertes Antibiotikum (...) In der EU darf dieses Arzneimittel schon seit 1994 nicht mehr bei Tieren angewendet werden, Anbieter informiert verbraucherfreundlich!die der Nahrungsmittelproduktion dienen, denn dieser Stoff kann in seltenen Fällen beim Menschen die lebensbedrohliche aplastische Anämie auslösen" (Bildquelle: Aldi Einkauf GmbH & Co. OHG).
» www.aldi-nord.de» Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: lgl.bayern.de » "Chloramphenicol"

 

Nachtrag (insb. unter dem Aspekt, dass o. a. Garnelen ASC-zertifiziert sind:
Lesenswert: ua-bw.de » "Dauerbrenner: Antibiotikarückstände in Garnelen aus Asien"
» "Antibiotikarückstände in Garnelen – ökologische vs. konventionelle Aquakultur"

Zwei wesentliche Feststellungen aus vorgenannten Quellen:

  1. "Chloramphenicol ist ein bakteriostatisch wirkendes Antibiotikum mit relativ breitem Wirkungsspektrum. Es steht im Verdacht genotoxisch zu wirken und kann beim Menschen in seltenen Fällen zu einer aplastischen Anämie führen, einer speziellen Form der Blutarmut. Daher darf Chloramphenicol nicht zur Behandlung von Garnelen verabreicht werden."
  2. "Gemäß des ASC-Standards für Garnelen ist der Einsatz von Antibiotika in ASC-zertifizierten Farmen zulässig, jedoch dürfen Garnelen, die mit Antibiotika behandelt wurden, nicht unter dem Logo des ASC vermarktet werden. Die Vermarktung dieser Garnelen unter dem ASC-Logo ist somit als irreführend (i.S. des Art. 7 (1) a) der VO (EU) 1169/2011) zu bewerten. Ein Verbraucher, der sich für Garnelen mit ASC-Logo entscheidet, erwartet, dass diese keine Rückstände von Antibiotika enthalten."