ACHTUNG ELTERN: ´Mögliche mikrobakterielle Kontamination´ eines URTEKRAM Bio-Babypflege-Produktes

MIDSONA URTEKRAM No Perfume Baby All-Over Wash Babypflege Die Midsona Denmark A/S (Mariager/DK) informiert über den öffentlichen Rückruf eines ihrer ökologischen Babypflege-Produkte. Das Unternehmen: "Dieser Rückruf ist eine vorbeugende Maßnahme und findet aufgrund einer möglichen mikrobakteriellen Kontamination statt" bzw. "Mögliche mikrobakterielle Kontamination über dem akzeptablen Schwellenwert für Baby Produkte." Betroffen ist von der Marke "URTEKRAM" das ökologische Bio-"No Perfume Baby All-Over Wash" mit folgenden Angaben: Lot Nr. 3015057 (MHD 240821), Lot Nr. 3016020 (MHD 300821) und Lot Nr. 900906 (MHD 300521, zu sehen als 0521) > die Lot-Nummern sind auf der Rückseite der 250 ml-Plastikflaschen gedruckt. Verkaufsstellen werden nicht benannt, der feststellbare Online-Handel lässt auf eine bundesweite Betroffenheit schließen. Die Art der "mikrobakteriellen Kontamination" und mögliche Symptome werden nicht beschrieben. KundInnen, die Produkte mit genannten Losnummern gekauft haben, wird nur empfohlen, diese im Hausmüll zu entsorgen. Die normalerweise übliche Möglichkeit der Rückgabe im Handel gegen Kaufpreiserstattung wird der Mitteilung zufolge offensichtlich nicht eingeräumt; auch eine Ansprechstelle für Fragen wird nicht benannt. "Wenn Sie das Produkt verwendet haben und in keiner Weise darauf reagiert haben, gibt es keinerlei Grund zur Sorge", schreibt das Unternehmen und versichert ausdrücklich: "Weitere Lot Nummern oder Produkte sind von diesem Rückruf nicht betroffen!" Der Geschäftsführer der Midsona Danmark A/S entschuldigt sich im Namen des Unternehmens für die Unannehmlichkeiten.  Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, mit chronischen Lungenerkrankungen oder nach chirurgischen Eingriffen können viele Keime wie bspw. » Burkholderia cepacia oder » Pluralibacter gergoviae Anbieter informiert verbraucherfreundlich!ernsthafte Infektionen hervorrufen. Wegen hoher Antibiotikaresistenz handelt es sich oftmals um sogenannte "Problemkeime" (Bildquelle: Urtekram Int A/S | Midsona Danmark).
» www.urtekram.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

´Unstimmigkeiten in der Zusammensetzung´: PREMIER PRODUCTS ruft erneut INTENZE-Tätowierfarben zurück

PREMIER PRODUCTS Rückruf INTENZE Tätowierfarben Der Tattooausrüster Premier Products GmbH (Dänischenhagen/SH) erscheint erneut mit einem Rückruf von Tätowierfarben im amtlichen Internetportal "lebensmittelwarnung.de". Offensichtlich wieder bei einer "Stichprobe des Gesundheitsamtes" wurden bei zwei weiteren Tätowierfarben des amerikanischen Herstellers Intenze "Unstimmigkeiten in der Zusammensetzung" festgestellt. Dieses Mal werden die Behörden (unverständlicherweise) nicht konkret, haben sie doch » beim letzten Rückruf Anfang des Jahres noch deutlich gemacht: "Erhöhter Nickelgehalt". Betroffen sind nun die beiden Farben "Mahoney Gangster Grey Dark and Lovely" (LOT: SS243 / MHD 31.10.2021) sowie "Bright Sunshine" (LOT: SS254 / MHD 30.04.2022), die in Fläschchen a´ 29.6 ml abgefüllt sind. Auch wenn (zumindest derzeit) zu jeder Farbe nur einzelne Bundesländer "gewarnt" werden, wird aufgrund der Vertriebswege des europaweit tätigen Ausrüsters von einer bundesweiten Betroffenheit auszugehen sein. "Die o. g. Farben dürfen nicht weiter benutzt werden", fordert Premier Products eindringlich. VerwenderInnen dieser Farben werden gebeten, unter der Rufnummer 0 43 49/91 30 00 oder per E-Mail an service(at)premier-products.de den Firmensupport zu kontaktieren, die im Bestand befindliche Menge an Flaschen mitzuteilen und diese umgehend zurückzuschicken; eine "Schadensregulierung" soll per Warenersatz oder Gutschrift erfolgen. Vom Umgang mit Kunden, bei denen diese Produkte bereits Anwendung fanden, wird (wie auch bei dem Rückruf im März) wieder nichts beschrieben. Häufige Probleme bei Tätowierfarben: Schwermetall Nickel: Kann Hautreizungen verursachen und eine Sensibilisierung oder allergische Reaktionen auslösen | Aromatische Amine: Können, je nach Art, krebserzeugend bzw. -fördernd wirken (Bildquelle: lebensmittelwarnung.de | bearb.).
» www.intenzetattooink.com | » www.premier-products.de
» Weitere Informationen im PDF-Format

Wissenswert: Die Farbe "Bright Sunshine" (LOT SS226) des genannten Herstellers wurde bereits, da "ernsthaft gefährlich", in eine "RAPEX"-Wochenmeldung » 2/2019 vom 11.01.2019  aufgenommen; folgender Schadstoff wurden gemessen: Aromatisches Amin o-Anisidin (50 mg/kg). "Dieses aromatische Amin kann Krebs und Zellmutationen verursachen sowie die Fortpflanzung beeinträchtigen", so RAPEX. "Vermarktungsverbot für das Produkt und flankierende Maßnahmen" wurden angeordnet. Und erneut zeigt sich, dass sich trotz vorhandener Regularien sowie bekannter und tlw. immenser Gesundheitsrisiken an der Zusammensetzung von Tätowierfarben nicht zwingend etwas ändert.
Lesenswert: bfr.de » "Fragen und Antworten zu Tätowiermitteln"

 

Update vom 23.10.2019: Und schon wieder: Heute veröffentlicht das amtliche Portal "lebensmittelwarnung.de" eine weitere Meldung zu einer Tätowierfarbe der Marke "INTENZE". Betroffen ist erneut die Farbe "True Black" (LOT: SS280 / MHD: 30.11.2023), die in der Vergangenheit bereits des Öfteren (2011, 2012, 2 x 2014, 2017) wegen der Gesamtmenge an polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) - tlw. einschließlich Benzo[a]pyren und Naphthalin - "auffällig" war > und es ändert sich: NICHTS! Auch jetzt ist wieder festzustellen, dass die 08/15-Meldung der Behörden nur enthält: "Unstimmigkeiten in der Zusammensetzung". Dabei sehen internationale Standards für die Verbraucherinformation bei Rückrufen unmissverständlich eine Benennung von Gefahr und Risiko vor.
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Chemisch / mikrobiologisch belastete Tattoofarben und Permanent Make-Ups seit 2005


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