Toxische Überdosis Methanol in ´Desinfektion Handgel´ der Marke MIR24, verkauft bei EDEKA und MARKTKAUF

MIR24 EDEKA MARKTKAUF Rückruf Desinfektion Handgel Die Edeka Zentrale AG & Co. KG (Sitz: Hamburg/HH) verkündet einen Rückruf der Mir24 GmbH (Bad Homburg v. d. H./HE), Großhandel für Spirituosen, Alkohol, Parfüme, Kosmetik u. v. m., wonach ein Desinfektionsmittel zurückgerufen wird: "Ein Teil der Produkte enthält eine hohe Menge an » Methanol (65,3 g bzw. 68,7 g pro 100 g), das eine toxische Wirkung hat. Der Hersteller verfügt nicht über die Erlaubnis, die Produkte in Verkehr zu bringen und hat die Artikel nicht mit den notwendigen kindergesicherten Verschlüssen versehen." Betroffen ist der Artikel "Mir24 Desinfektion Handgel", abgefüllt in Kunststofffläschchen a´ 50 ml und 100 ml, der in den fünf Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern (Tle), Hessen (Süden), Rheinland-Pfalz und im Saarland bei Edeka und Marktkauf angeboten wurde. Eigenen Angaben zufolge hat Edeka umgehend reagiert und vorsorglich alle Artikel sofort aus dem Verkauf genommen. Von einem Gebrauch wird abgeraten. KundInnen können die Artikel gegen Erstattung des Kaufpreises - auch ohne Kassenbon - im Markt zurückgeben. Weitere Informationen sind beim Lieferanten (Mir24 GmbH) unter der Telefonnummer 0 61 72 / 2 79 68 10 zu erhalten; auch wird Betroffenen unter der kostenfreien Rufnummer 08 00 / 3 33 52 11 (Mo.-So.: 8-20 Uhr) oder per E-Mail an info(at)edeka.de geholfen. "Edeka Südwest legt größten Wert auf Produktsicherheit und -qualität und bedauert diesen Vorfall sehr." Wikipedia zur Toxologie von Methanol: "Die Vergiftungssymptome einer Methanolintoxikation verlaufen in drei Phasen. Direkt nach Aufnahme von Methanol zeigt sich wie beim Ethanol ein narkotisches Stadium (...). Nach der Latenzphase treten Kopfschmerzen, Schwächegefühl, Übelkeit, Erbrechen, Schwindel und eine beschleunigte Atmung auf (...). Charakteristisch für die dritte Phase (...) ist die Schädigung von Nerven, insbesondere des Sehnervs (...). Sehstörungen, die wieder zurückgehen können, entstehen Anbieter informiert verbraucherfreundlich!zunächst durch Ödeme an der Netzhaut. Die Degeneration des Sehnervs (...) führt anschließend zur Erblindung. Dieser Schaden ist irreversibel. Der Tod kann als Folge einer Atemlähmung eintreten"  (Bildquelle: Edeka Zentrale AG & Co. KG).
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RAPEX Meldung Desinfektion HandgelUpdate vom 27.11.2020: Nach dem immer mehr zur Regel werdenden "Schweigen im Walde" deutscher Marktüberwachungs- und Verbraucherschutzbehörden erscheinen heute (21 Tage nach o. a. "Vorfall") zwei Meldungen im europäischen Schnellwarnsystem für gefährliche Produkte "RAPEX", denen sowohl abweichende Produktabbildungen, weitere Einzelheiten zu den aus der Ukraine stammenden Artikeln sowie eine genauere Fehler- und Risikobeschreibung zu entnehmen sind: Das 50 ml-"Desinfektion Handgel" trägt den Barcode "4 820238 450011" und die Chargennummer "27.04.2020, EXP04.2022"; das 100 ml-"Desinfektion Handgel" trägt den Barcode "4 820238 450066" sowie auch die vorgenannte Chargennummer "27.04.2020, EXP04.2022". Als "Art des Risikos" wird für beide Größen beschrieben: "Das Produkt enthält Methanol (Anm.: Messwert bei dem 50 ml-Produkt: 65,3%, bei dem 100 ml-Produkt: 68,7% Massenanteil), das akut toxisch für das zentrale Nervensystem und die Augen ist. Außerdem fehlen die erforderlichen Gefahrenpiktogramme und Warnhinweise. Den Anwendern liegen daher keine Informationen über die Toxizität und Entzündbarkeit des Produkts vor. Die Verpackung ist nicht mit kindergesicherten Befestigungen versehen. Die Aufnahme oder der Kontakt mit Methanol kann zu Blindheit und Tod führen. Das Produkt entspricht nicht den Vorschriften über Biozidprodukte und die Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung (Classification, Labelling and Packaging, CLP)" (Bildquelle: RAPEX).
» Weitere Informationen im PDF-Format
Original RAPEX-Meldungen im Einzelnen zum » 50 ml-Produkt | » 100 ml-Produkt

 

Giftnotruf - Alle Nummern in allen Bundesländern
» "Giftnotruf - Alle Nummern in allen Bundesländern"

Von Allergie über Lähmung bis Krebs alles möglich: Wieder Rückruf schädlicher Tätowierfarben von INTENZE

PREMIER PRODUCTS Rückruf INTENZE Tätowierfarben

Zwei neuen Meldungen auf "lebensmittelwarnung.de" zufolge ruft die Firma Premier Products GmbH (Dänischenhagen/SH) » zum wiederholten Male "Tattoo Ink"-Produkte zurück. Der äußerst lapidar anmutende Grund (der von behördlicher Seite - trotz weitaus besseren Wissens -  wörtlich so wiedergegeben wird): "Bei der Untersuchung einer Probe in Italien wurde eine Unstimmigkeit in der Zusammensetzung der Farbe festgestellt." Betroffen sind von der US-Marke "Intenze" jetzt die beiden Farben "Light Green" (LOT: SS270 / MHD 30.04.2023) sowie "Desert Sand Medium" (LOT: SS245 / MHD 31.10.2021), abgefüllt in Fläschchen a´ 29.6 ml. Auch wenn (zumindest derzeit) wieder nur einzelne Bundesländer betroffen sein sollen, wird bei einem europaweiten Ausrüster von einer bundesweiten Relevanz auszugehen sein. "Die o. g. Farben dürfen nicht weiter benutzt werden", fordert Premier Products eindringlich auf einer "Unterseite" seines Internetauftritts. AnwenderInnen werden gebeten, dem Firmensupport unter der Rufnummer 0 43 49/91 30 00 oder per E-Mail an service(at)premier-products.de die noch im Bestand befindliche Menge an Fläschchen mitzuteilen und diese umgehend zurückzuschicken; eine "Schadensregulierung" soll per Warenersatz oder Gutschrift erfolgen. Tätowierte, denen diese gesundheitsschädlichen Farben bereits unter die Haut injiziert wurden, werden offensichtlich auch hier wieder alleine gelassen, denn Informationen für diese Personengruppe sind nicht erkennbar. Wissenswert: Das europäische Schnellwarnsystem "RAPEX" hatte die beiden Farben bereits vor vier Wochen » (4. Wochenbericht 2020 von 24.01.2020) als ernsthaft gefährlich gemeldet und die "Unstimmigkeiten in der Zusammensetzung" sehr konkret beschrieben (maschinell übersetzt): Zur Farbe » "Light Green": "Das Produkt enthält die aromatischen Amine 3,3'-Dichlorbenzidin, 3,3' -Dichlorbiphenyl-4,4'-ylendiamin und o-Toluidin (Messwerte: 35 mg/kg bzw. 34 mg/kg). Diese aromatischen Amine können Krebs erzeugen und Dichlorbenzidin ist auch ein Hautsensibilisator und können allergische Reaktionen auslösen." Zur Farbe » "Desert Sand Medium": "Das Produkt enthält das aromatische Amin o-Anisidin (Messwert:10,3 mg/kg) und übermäßiger Barium- und Cadmiumgehalt (Messwerte: 324 mg/kg bzw. 0,33 mg/kg). O-Anisidin kann Krebs verursachen. Barium kann leicht resorbiert werden und toxische Wirkungen auf den Körper haben, die Muskel-, Nieren- und Herzaktivität beeinträchtigen und zu Arrythmien, Lähmung oder Gastrointestinalveränderungen führen. Cadmium ist schädlich für die menschliche Gesundheit, da es sich im Körper ansammelt, Niere und Knochen schädigen kann und Krebs verursachen kann" (Bildquelle: lebensmittelwarnung.de | bearb.).
» www.intenzetattooink.com | » www.premier-products.de
» Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: bfr.de » "Fragen und Antworten zu Tätowiermitteln"
bfr.de » "BfR2GO, Ausgabe 1/2018, Schwerpunkt Tätowiermittel" (PDF, 3,4 MB)

 


Chemisch / mikrobiologisch belastete
Tattoofarben und Permanent Make-Ups


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