KBA warnt öffentlich vor möglichen Ermüdungsbrüchen an Gas- / Brems-Handbedienteilen HEIDELBERG RS von ZAWATZKY

Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) Lebenswichtige Information für autofahrende Menschen ohne Beinfunktion! Das Flensburger Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) warnt von Amts wegen öffentlich vor sogenannten Handbedienteilen des Mobilcenters Zawatzky GmbH (Köln/NW), "Spezialist für Behindertenfahrzeuge & Fahrhilfen". Grund dieser massiven Warnung: "An Handbedienteilen für Gas und Bremse (...) kann es zu einem Ermüdungsbruch in der Umlenkplatte kommen, was zum Ausfall der Bremsfunktion führen kann." Betroffen sind Handbediengeräte des Typs "Heidelberg RS" mit der Artikelnummer D1540, die im Zeitraum 2006 bis 2012 gefertigt und somit in und nach diesem langen Zeitraum verkauft und installiert wurden. Dem Portal » www.kfz-rueckrufe.de ist (Stand: März 2019) zu entnehmen, das weltweit 874 Exemplare des Modells betroffen seien, wovon sich bis auf 60 Exemplare alle im Inland befinden sollen. KBA Warnung ZAWATZKY Handbedienteil Heidelberg RSBetroffene, die an ihrem Fahrzeug ein Handbedienteil der genannten Ausführung montiert haben, sollen sich umgehend an die Werkstatt, den Handelspartner oder direkt an den Hersteller wenden, der telefonisch unter der Rufnummer 0 62 26 / 9 21 70 oder per E-Mail an support_hdrs(at)zawatzky.de erreicht werden kann. Bereits im März 2019 erging in dieser Angelegenheit eine auflagenbehaftete europäische "Schnellwarnung" im EU-System "RAPEX" » (10. RAPEX-Wochenmeldung vom 10.03.2019 - Nr. A12/0385/19), wonach die Handbedienteile durch den Hersteller von Endverbrauchern zurückzurufen waren. In der Pressemitteilung beschreibt das Kraftfahrt-Bundesamt, dass "Handelspartner, die Handbedienteile der genannten Ausführung aus der entsprechenden Produktionsspezifikation vom Hersteller erworben haben", schriftlich aufgefordert wurden, "die Käufer dieser Handbedienteile über den Rückruf zu informieren bzw. die Kontrolle und ggf. den Austausch der Handbedienteile vornehmen zu lassen." Der Erfolg einer solchen Delegation von Aufgaben setzt jedoch unbedingt voraus, dass alle Handelspartner auch längerfristig ihr Bestes geben, einen solchen "Auftrag" gewissenhaft umsetzen. Dass dennoch "der Verbleib einiger Handbedienteile bisher jedoch nicht geklärt werden konnte" zeigt, dass nichts über eine parallele, transparente und längerfristig wirksame Öffentlichkeitsarbeit nach international anerkanntem "Best Practice"-Standard geht, die das Kraftfahrt-Bundesamt jetzt wirksam "unterstützt" (Bildquelle: Pressemitteilung des Kraftfahrt-Bundesamtes).
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Das Kraftfahrt-Bundesamt ist hierzulande offensichtlich die einzige Behörde, die das Ergebnis bzw. die Effizienz von Rückrufaktionen überwacht und bei erkennbaren Defiziten "nachhakt". Diese Vorgehensweise bei allen Produkt- und Lebensmittelrückrufen könnte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erheblich dazu beitragen, dass weit mehr VerbraucherInnen (als die 8-13 %, die üblicherweise von einer Rückrufaktion erreicht werden) vor Produktgefahren verschont blieben.

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