Hamburger Behörde (BGV) warnt vor Nutzung von mangelhaften FFP2-Schutzmasken der Marke LEXUSLANCE

BGV HAMBURG Warnung LEXUSLANCE FFP2 Schutzmaske Die Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) warnt vor der Nutzung von mangelhaften FFP2-Schutzmasken, welche seit Beginn der Corona-Pandemie durch die Firma Brandsstock GmbH (Hamburg/HH) nach Deutschland und Europa importiert und dort vertrieben wurden: Schutzwirkung nicht gegeben. "Sicherheitstechnische Untersuchungen haben ergeben, dass die nach den entsprechenden Normen geforderte Schutzwirkung vor schädlichen Aerosol-Infektionen für FFP2-Atemschutzmasken nicht erreicht werden." Betroffen ist eine Charge der Maske "LexusLance Modell LK-003" mit der Kennung 9144300053799610K, der Losnummer LK-003-A004, dem Produktionsdatum 16/03/2020 sowie einer Halt-/Verwendbarkeit bis 15/03/2021 (Angaben u. a. auf der Verpackung). HAMBURGDie Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) rät von der Benutzung des genannten Produkts als Atemschutzmaske ab. Die Masken sollten allenfalls als einfache Mund-Nasen-Bedeckung (also als sogenannte "Community-Maske") verwendet werden. Händler, die die Maske LexusLance Modell LK-003 von der Brandsstock GmbH bezogen haben, werden aufgefordert, Käufer der Maske entsprechend zu informieren. Hinweise zum Abverkauf von Schutzmasken der Marke "LexusLance Modell LK-003" nimmt in der BGV das Referat Produktsicherheit per E-Mail unter produktsicherheit(at)bgv.hamburg.de entgegen. Die Behörde geht davon aus, dass die Ursache für die mangelhafte Schutzwirkung konstruktionsbedingt (unzureichendes Filtermaterial) ist. "Durch die mangelhafte Schutzwirkung besteht insbesondere bei der Benutzung dieser Masken bei der Arbeit mit bzw. an infizierten Personen ein hohes Infektionsrisiko. Verwenderinnen und Verwender dieser Masken können sich im Vertrauen auf die Schutzwirkung dadurch u.a. mit dem SARS-CoV2-Erreger infizieren und an COVID19 erkranken" (Bildquelle: BGV).
» www.hamburg.de/bgv | » Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: baua.de » Bislang beanstandete Atemschutzmasken

Corona-Pandemie: ´RAPEX´ warnt vor erhöhtem Infektionsrisiko durch Atemschutzmasken aus China

RAPEX Warnung Atemschutz Schutzmasken KN95 FFP2Nachdem im europäischen Schnellwarnsystems für gefährliche Produkte "RAPEX" aktuell vier (durch die belgischen Behörden eingebrachte) Einträge zu unsicheren Atemschutzmasken nachzulesen sind, häufen sich hierzulande Berichte, dass diese auch in Deutschland "zurückgerufen" würden. Allen Masken ist gemeinsam, dass die Partikel-/Filterrückhaltung des Materials unzureichend ist. Betroffen sind KN95/FFP2-Partikelfiltermasken der Marke "Likelove" (Barcode: 6972761491073), KN95-Masken unbekannter Marke mit chinesischer Beschriftung sowie zwei Masken der Marke "Daddy Baby" | FFP2-Modell: E-KZ01L50 (Barcode: 6938457900007) und KN95/FFP2-Modell: KZ01S50B (Barcode: 6938457900045). Mit Messwerten zwischen ≤ 49% bis ≤ 86% entsprechen die bemängelten Masken nicht den einschlägigen Normen, wobei die Euronorm "EN 149-2001" für die Filterklasse FFP2 eine Filterleistung für vorgeschriebene Testmedien von mind. 94%, die chinesische "GB2626-2006" für die Filterklasse KN95 eine Filterleistung für vorgeschriebene Testmedien von mind. 95% verlangt. Was verwundert: Einzige RAPEX- bzw. Behördenauflage für die jeweiligen Importeure ist es, die Produkte nur mit geeigneten Warnhinweisen zu den Risiken zu kennzeichnen (Anm.: was vmtl. für zahlreiche verkaufte Masken bereits zu spät sein sollte). Bei unzureichender Partikel-/ Filterrückhaltung kann eine übermäßige Menge an Partikeln oder Mikroorganismen die Maske passieren, was das Infektionsrisiko erhöht, wenn es nicht mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen einhergeht (Bildquelle: RAPEX | bearb.).
» ec.europa.eu | » Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: bfarm.de » "Hinweise zur Verwendung von Masken ..."
din.de » "Vergleich Schutzmasken FFP2 (EN 149:2001) und KN95 (GB 2626-2006)"
wdr.de » "Uni-Klinik Münster entdeckt Mängel bei Masken"

Update: Aufgrund der aktuellen Bedrohung durch die Corona-Pandemie in Verbindung mit einer selten so zu erlebenden Dynamik amtlicher Überwachungsmaßnahmen empfiehlt sich zur vollständigen und übersichtlichen Darstellung behördlich beanstandeter Atemschutzmasken anstelle ständiger Updates eine Direktverlinkung auf die Datenbank der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin "BAuA" für "Gefährliche Produkte".
» www.baua.de
Lesenswert: baua.de » Datenbank "Gefährliche Produkte in Deutschland"

 


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