Öffentlicher Warenverkaufsstopp u. a. bei NETTO: BRÜDER MANNESMANN ruft öffentlich KN95 / FFP2-Masken zurück

MANNESMANN NETTO Rückruf FFP2 KN95 Masken Nachdem Behörden offensichtlich bereits am 21.01.2021 "Auffälligkeiten bei der Durchlässigkeit der Filter" von Atemschutzmasken der Brüder Mannesmann (Remscheid/NW) festgestellt und diese Information (erst) heute durch » Meldung: A12/00328/21 in "RAPEX" (Warnsystem der EU) öffentlich gemacht haben, reagiert sofort auch die Netto Marken-Discount Stiftung & Co. KG (Stanmsitz: Maxhütte-Haidhof/BY) mit einem "öffentlichen Warenverkaufsstopp". Aus der entsprechenden Mitteilung des Discounters auf seiner Internetseite geht hervor, dass die Brüder Mannesmann öffentlich KN95/FFP2-Masken vom Produkttyp M40210 mit der LOT Nummer 2020/03 (Hersteller: Fujian Yongtai Sanlian Garment CO.,LTD) zurückrufen, die - offensichtlich auch neben Netto -  bundesweit in verschiedenen Einzelhandelsbetrieben und Baumärkten angeboten wurden. Brüder Mannesmann: "Aus äußerster Vorsorge zum Schutz von Verbrauchern haben wir daher den Vertrieb vorsorglich unverzüglich einstweilig eingestellt." VerbraucherInnen werden aufgefordert, diese Masken nicht mehr zu benutzen! Die Möglichkeit der Rückgabe wird in der Netto-Mitteilung nicht aufgezeigt, ist sie dort jedoch in der Regel möglich - grundsätzlich gegen Kaufpreiserstattung, auch ohne Vorlage des Kassenzettels. Verbraucherfragen beantwortet der Kundenservice der Brüder Mannesmann telefonisch unter der Remscheider Rufnummer 0 21 91 / 3 71 40 (Mo.-Fr.: 8-17 Uhr oder schriftlich unter der E-Mail-Adresse info(at)br-mannesmann.de. "RAPEX" in der Gefahrenbeschreibung (maschinell übersetzt; bei Abweichungen ist die englische Fassung maßgebend): "Die Partikel-/Filterretention des Materials ist unzureichend (gemessener Wert bis zu 83 %). Folglich kann eine übermäßige Menge an Partikeln oder Mikroorganismen durch die Maske gehen, was das Infektionsrisiko erhöht, wenn nicht mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen kombiniert. Infolge der Etikettierung kann die Maske in Gebieten getragen werden, in denen gefährliche Stoffe verwendet werden, oder während Asbesttätigkeiten; da die Maske keinen ausreichenden Schutz bietet, könnte dies zu Asbestose mit tödlichen Folgen führen. Anbieter informiert verbraucherfreundlich!Das Produkt entspricht nicht der Verordnung über persönliche Schutzausrüstung und der einschlägigen europäischen Norm EN 149" (Bildquelle: Netto Marken-Discount AG & Co. KG).
» bmmw.de | » www.netto-online.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

 


Seit Beginn der Corona-Pandemie und der daraus erwachsenen Notwendigkeit zum Tragen von Schutzmasken nimmt auch die Anzahl  beanstandeter Masken ständig zu. So gibt es inzwischen hunderte von Maskenmodellen mit einer unzureichenden Filterwirkung und / oder  fehlender Zertifizierung. Die wenigsten Hersteller / Importeure / Verteiler unsicherer Masken kommen ihrer Produktverantwortung nach und informieren VerbraucherInnen über eine bekannt gewordene Infektionsgefahr. Besonders bedenklich ist, dass es auch unsichere Atemschutzmasken gibt, die ursprünglich durch den Bund und / oder die Bundesländer beschafft / verteilt wurden und jetzt, nach Erkennung von tlw. eklatanten Mängeln, nur äußerst verhalten bis tlw. gar nicht informiert bzw. gewarnt wird.

Lesenswert (zur Verdeutlichung von Größenordnungen und amtlichen Geheimhaltungspraktiken)

  • bnn.de: » "Wo sind die mangelhaften Masken des Sozialministeriums?"
    "Bei nachträglichen Tests der Lagerbestände des Landes fielen 13 von 27 Maskentypen durch. Darunter waren sowohl KN95-Masken asiatischer Hersteller als auch FFP2-Masken aus europäischer Produktion. Laut Sozialministerium wurden im Dezember mindestens 3,5 Millionen dieser Masken in ganz Baden-Württemberg verteilt. Sie bieten keinen ausreichenden Schutz gegen Coronaviren."

  • stuttgarter-nachrichten.de: » "FFP2-Masken fallen bei Tests durch"
    "Bundesweit sind laut Bundesgesundheitsministerium 8,5 Millionen der vom Land in den ersten Nachtests bemängelten Masken verteilt worden."

  • bnn.de: » "Noch mehr mangelhafte Masken in Baden-Württemberg entdeckt"
    "Das Landessozialministerium hat offenbar mehr mangelhafte Atemschutzmasken an Pflegeheime verteilt als bisher bekannt. Bisher war von etwa 3,5 Millionen Masken die Rede, die bei Nachprüfungen als unzuverlässig eingestuft wurden. Nun haben weitere Tests ergeben, dass noch mehr Modelle betroffen sind (...) Doch um welche Modelle es sich handelt, erfahren sie nicht. Denn die Landesregierung weigert sich, die Herstellernamen offenzulegen."

  • landkreis-aschaffenburg.de: » "Vorsorglicher Umtausch der Masken für Hilfebedürftige"
    "Interne Prüfungen ließen darauf schließen, dass das Produkt die normativ geforderten Leistungen nicht erfülle. Daher bittet das LGL um Rückführung. Weitergehende Erläuterungen machte das LGL nicht."

  • muenchen.de: » "Masken-Rückrufaktion"
    "Rückrufaktion des Freistaats für Masken, die nach der Einführung der FFP2-Maskenpflicht kostenlos an Bedürftige abgegeben wurden, aber nicht den Anforderungen der Standards FFP2 oder KN95 entsprechen."


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