Illegaler Verkauf von Corona-Schnelltests an Tankstellen und Supermärkten: Bezirksregierung Köln warnt vor katastrophalen Infektionsfolgen

BEZIRKSREGIERUNG KÖLN Pressemitteilung "085" der Bezirksregierung Köln (Köln/NW) im Wortlaut: "Illegaler Verkauf von Corona-Schnelltests an Tankstellen und Supermärkten | Bezirksregierung Köln warnt vor katastrophalen Infektionsfolgen: Als dringende Sicherheitsmaßnahme ruft die Bezirksregierung Köln zwei SARS-CoV-2 Antigen-Schnelltests zurück, die illegal u. a. an Tankstellen, Supermärkten, Tierarztpraxen, Brauereien u. v. m. durch ein Unternehmen in Frechen in den Verkehr gebracht wurden und somit für Privatkunden auch ohne Fachkenntnisse frei käuflich sind. Die Bezirksregierung warnt vor vermeintlicher Sicherheit durch falsche negative Tests bei unsachgemäßem Gebrauch durch Laien – gerade vor den anstehenden Feiertagen. Auch eine potentielle Verletzungsgefahr als laienhafter Anwender ist nicht auszuschließen. Die Schnelltests werden derzeit noch teilweise offen und aus der Originalgroßverpackung herausgenommen auf dem Verkaufstisch angeboten. Betroffen sind folgende Produkte: "Covid-19 Ag Test" des Herstellers nal von minden GmbH, "blnk Novel Coronavirus (SARS-CoV-2) Antigen Rapid Test Cassette (Swab)" des Herstellers Hangzhou Realy Tech Co., Ltd. Die Bezirksregierung Köln hat im Rahmen der Amtshilfe zusammen mit der Kriminalpolizei aus Hürth und dem zuständigen Ordnungsamt eine Durchsuchung an der Wohnanschrift des Geschäftsführers und der Firmenanschrift des betroffenen Unternehmens durchgeführt. Dort wurde eine aktuelle Kundenliste sichergestellt, um den Rückruf im Rahmen der Ersatzvornahme durchzuführen. Die Kundenliste enthält ca. 5700 Kunden von Corona-Schnelltests im gesamten Bundegebiet von denen zwischen 4000 und 4500 Kunden den Test nicht hätten erhalten dürfen. Die Bezirksregierung Köln warnt eindringlich vor dem Kauf und der selbstständigen Durchführung des Schnelltests als ungeschulte Privatperson."
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Um es etwas deutlicher zu machen: Es geht bei dieser Warnung (nach Rücksprache mit der Behörde) ausdrücklich "nur" um den "freien Verkauf" an "Privatkunden ohne Fachkenntnisse" mit dem Risiko "vermeintlicher Sicherheit durch falsche negative Tests bei unsachgemäßem Gebrauch durch Laien" in Verbindung mit einer nicht auszuschließenden "potenziellen Verletzungsgefahr als laienhafter Anwender".

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