Die Essener "Fan Sound" Factory UG (haftungsbeschränkt), nach eigenen Angaben auch international tätiger Anbieter von Notsignalen in Landesfarben (?), weist auf folgendes hin: "Mit Wirkung vom 20.05.2010 wurde uns der Verkauf von Powerfanfaren als Fan-Tröte durch die Bezirksregierung Düsseldorf untersagt." Die Stiftung Warentest ergänzt: "Was Fan Sound Factory nicht sagt: Die Behörde hat nach Darstellung einer Sprecherin auch einen Rückruf angeordnet. Nach einer Untersuchung des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit des Landes Nordrhein-Westfalen (Liga) produzieren die Power-Fanfaren bei der Messung des Schalldrucks nach den Richtlinien des VDI bis zu 146 Dezibel. Zulässig sind jedoch höchstens 135 Dezibel. Bei höherer Lautstärke drohen schon nach kurzer Zeit Gehörschäden." test.de ergänzt: "Wenn die Messung der Behörden korrekt war, können Besitzer der vom Rückruf betroffenen Power-Fanfaren sie innerhalb von zwei Jahren ab Kauf gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgeben. Die Überschreitung der höchstzulässigen Lautstärke ist ein Mangel, für den der Verkäufer einzustehen hat. Außerdem muss der Hersteller nach dem Produkthaftungsgesetz Schadenersatz leisten und ein angemessenes Schmerzensgeld zahlen, wenn jemand aufgrund eines Produktfehlers Gesundheitsschäden erleidet. Als Hersteller gilt dabei auch derjenige, der das Produkt innerhalb der Europäischen Union auf den Markt bringt." Auch für Benutzer der Power-Fanfaren gibt die Stiftung Warentest lesenswerte Hinweise, die unbedingt beachtet werden sollten. Das Unternehmen hält den Shop für deutsche Kunden vorerst geschlossen, für "Wünsche internationaler Kunden" jedoch ist noch eine eMail-Adresse hinterlegt. "99 dB ist eine Lautstärke, die ein Presslufthammer in einer Entfernung von einem Meter erzeugt", schreibt die Frankfurter Allgemeine.
» www.power-fanfare.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: www.test.de » "Rückruf für „Power-Fanfaren“: Zu laut" | www.faz.net » "Bei 99 Dezibel hat die Toleranz ein Ende"































