Schnittgefahr & mehr: GLASSPLITTER in diversen Kürbiskern-Produkten der SEIDL CONFISERIE

CONFISERIE SEIDL Rückruf Kürbiskern-Produkte Die Seidl Confiserie GmbH (Laaber/BY), eigenen Angaben zufolge weltweit bekanntes Unternehmen zur Herstellung von Pralinen- und Schokoladenspezialitäten sowie exklusiven Macadamia-Nussprodukten, ruft (als Online-Anbieter bundesweit) zahlreiche Produkte zurück, die den Rohstoff Kürbiskerne enthalten. Da ein anderer mit dem Rohstoff belieferter Kunde in fünf Tonnen Rohware fünf Glassplitter in der Größe von 0,5-1,0 cm Länge und 0,5 cm Stärke entdeckt hatte, ist nicht auszuschließen, dass auch Seidl´s Schokoherzen, veredelte Kürbiskerne, eine Backmischung sowie "Stangerl" der Charge 17/511-18/311 / MHD-Zeiträume alle beginnend ab 30.08.2018 mit Splittern verunreinigt sein können. Im Einzelnen (nach Artikelnummern sortiert):

  • 10136 - Schokoherz Weiße Schokolade kernig fruchtig, 80 g, MHD: bis 30.01.2019;
  • 10466 - Schokoherz Zartbitter kernig fruchtig, 80 g, MHD: bis 30.01.2019;
  • 10510 - Schokoherz Vollmilch kernig fruchtig, 80 g, MHD: bis 30.01.2019;
  • 10836 - Kürbiskerne Wasabi in Runddose, 125 g, MHD: bis 30.04.2019;
  • 10894 - Kürbiskerne Chili in Runddose, 125 g, MHD: bis 30.04.2019;
  • 10898 - Kürbiskerne Curry in Runddose, 125 g, MHD: bis 30.04.2019;
  • 11100 - Backmischung Brot, 370 g, MHD: bis 30.11.2018;
  • 11370 - Stangerl ZB Florentiner Kürbiskerne Pekan, 50 g, MHD: bis 30.01.2019;
  • 11434 - Stangerl VM Florentiner Kürbiskerne Pekan, 50 g, MHD: bis 30.01.2019;
  • 11491 - Kürbiskerne Vollmilch, 200 g, MHD: bis 30.04.2019;
  • 11554 - Kürbiskerne gemischt, 200 g, MHD: bis 30.04.2019;

Die vorstehend gelisteten Produkte wurden über das Ladengeschäft des Unternehmens sowie auch über dessen Online-Shop verkauft. Somit ist der Rückruf offensichtlich für das gesamte Bundesgebiet relevant. Kunden, die den entsprechenden Artikel gekauft (oder geschenkt bekommen) haben, können diesen gegen Erstattung des Kaufpreises - selbstverständlich auch ohne Vorlage des Kassenbons - im Ladengeschäft zurückgeben oder per Post an Seidl Confiserie GmbH, Reiserweg 2 in 93164 Laaber zurückschicken. Weitere Informationen gibt es auch telefonisch unter der Rufnummer 0 94 98/9 06 82 90 (Mo-Fr: 8-15.30 Uhr). Der Hersteller versucht zu beruhigen: "Kürbiskerne sind kleiner, insofern halten wir das Risiko für äußerst unwahrscheinlich, dass während handwerklicher Verarbeitung und strenger Qualitätskontrollen (Sicht, Detektor und Sieb) Glassplitter dieser Größenordnung mitverarbeitet wurden." Abhängig von Größe und Beschaffenheit können Glasstücke/-scherben/-splitter zumindest Schnittverletzungen in Mundhöhle, Speiseröhre sowie Magen- und Darmtrakt verursachen; auch können sie beim Verschlucken Atemnot hervorrufen, wodurch eine Erstickungsgefahr nie ganz auszuschließen ist. Eine Verbraucherinformation bzw. Warnung auf der Internetseite des Unternehmens ist (zumindest derzeit) noch nicht auszumachen (Bildquelle: Seidl Confiserie GmbH).
» www.seidl-confiserie.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

ERNEUT SALMONELLEN! EIFRISCH ruft Bio-Eier von ALDI SÜD, KAUFLAND, LIDL, PENNY und REAL zurück

EIFRISCH Rückruf Hühnereier Bio Eine "Eier-Krise" folgt der nächsten: Erst der Mega-Fipronil-Skandal in 2017, immer wieder Salmonellenbelastungen, eine » kleinere Fipronil-"Affäre" (so gut wie totgeschwiegen) und nun » (nach dem 19. Juni d. J.) erneut ein Rückruf der Firma Eifrisch-Vermarktungs-GmbH und Co. KG (Lohne/NI). Grund der Rückrufaktion auch jetzt wieder: » "Salmonellen Enteritidis". Betroffen sind dieses Mal Eier mit der Stempelnummer "0-DE-0359721" (Legebetrieb: "Farm Bio-Eierhof Papenburg GbR") und Haltbarkeitsdaten bis einschl. 24.08.2018. Die "Salmonellen-Eier" waren in 10er- und tlw. in 6er-Packungen - unter diversen Markenbezeichnungen (siehe Klammern) bei Aldi Süd (bio), Kaufland (Eifrisch), Lidl (BiO Organic), Penny (Eifrisch) und Real (real,- BIO) erhältlich. Vorliegenden Informationen zufolge verkaufte Aldi Süd die Eier "nur" in Teilen von Baden-Württemberg, Bayern und Hessen; Lidl Deutschland hatte die Eier in den Bundesländern Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Verkauf und bei Kaufland war betroffene Ware ausschließlich in den Bundesländern Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt erhältlich. Ob und zu welchen Bedingungen die Eier im Handel zurückgegeben werden können, geht aus der amtlichen Meldung nicht hervor. Normalerweise jedoch bieten die betroffenen Handelsunternehmen eine Rücknahme gegen Kaufpreiserstattung an, wobei der Kaufbeleg in der Regel nicht verlangt wird. Salmonellen können Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen auslösen sowie bei Senioren und immungeschwächten Personen schwerste Erkrankungen hervorrufen, die unter Umständen auch lebensbedrohlich sind.
» eifrisch.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

Update vom 09.08.2018: Bei vier der als betroffen benannten Handelsunternehmen werden durch Veröffentlichungen in Pressemitteilungen bzw. auf deren Internetseiten folgende Einzelheiten bekannt (immer Stempelnummer "0-DE-0359721"):

  • Aldi Süd: 10 Eier aus ökologischer Erzeugung von Eifrisch: MHDs 09.08.2018, 10.08.2018, 15.08.2018, 16.08.2018, 24.08.2018 > Baden-Württemberg, Bayern, Hessen sowie von Landkost-Ei: MHDs 16.08.2018, 24.08.2018 > Bayern;
  • Kaufland: von Eifrisch: Bio Eier S-XL, HKL A, 10er, EAN 4004953003275, MHD 16.08.2018 > Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt;
  • Lidl: Bio-Eier, Gr. M, L, XL, 10er Packung, MHDs 09.08.2018, 15.08.2018, 20.08.2018 > Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz;
  • Penny: Eier aus ökologischer Erzeugung, MHD bis einschl. 24.08.2018 > Bayern, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein;
  • Real: (zumindest derzeit) ???

» www.aldi-sued.de | » www.kaufland.de | » www.lidl.de | » www.penny.de | » www.real.de

2. Update vom 09.08.2018: Nur denen, die sich etwas intensiver mit dem amtlichen Internetportal "lebensmittelwarnung.de" befassen, wird (als weitere Unzulänglichkeit) auffallen, dass bei "Vertrieb über:" heimlich, still und leise das Handelsunternehmen "Norma GmbH & Co. KG" nachgetragen wurde. Einzelheiten zu den dort betroffenen Eiern werden jedoch (zumindest derzeit) weder auf dem Portal noch durch das Unternehmen bekannt gemacht. Also:

  • Norma: (zumindest derzeit) ???

» Weitere Informationen im PDF-Format» www.norma-online.de

3. Update vom 09.08.2018: Gerade ging ein Hinweis ein, wonach auf der Internetseite des Netto Marken-Discount eine "Erweiterung" des Rückrufs nachzulesen ist. Betroffen sind bei

  • Netto: Eier der Marke "BioBio" (Printnummer 0-DE-0359721), Zehner-Packung, Gewichtsklasse XL, MHD 23. bis 26.08.2018 >  Bayern.

» Weitere Informationen im PDF-Format | » www.netto-online.de

4. Update vom 11.08.2018: Nachdem (zumindest derzeit) weder die Behörden noch Real auf ihren Internetseiten Angaben zu den belasteten Eiern machen, schreibt die Stiftung Warentest in einem » Artikel:

  • Real: "real Bio Eier", Größe L-M, 6er- und 10er-Pack, MHDs 08.08.2018, 09.08.2018, 10.08.2018, 15.08.2018, 16.08.2018, 20.08.2018 > Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Nieder­sachsen, Nord­rhein-West­falen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen.

Zu Norma schreiben Behörden und Stiftung Warentest (zumindest derzeit) keine Details; dort auf der Internetseite ist inzwischen aber auch nachzulesen:

  • Norma: "BIO SONNE" Bio-Freiland-Eier, 6er, MHD 10.08.2018 > die Verkaufsstellen muss man sich hier (wie von anderen Rückrufaktionen bekannt) mühsam erschließen.

5. Update vom 14.08.2018: Rund eine Woche nach der Erstveröffentlichung auf "lebensmittelwarnung.de" ist festzustellen, dass trotz der Bestätigung von Kaufland zur Betroffenheit der Filialen auch in Mecklenburg-Vorpommern dieses Bundesland in der amtlichen Liste der betroffenen Länder immer noch nicht aufgeführt ist. Dafür wird bei den Eiern von Netto auch das Bundesland Niedersachsen als betroffen gemeldet, obwohl die Eier Netto-Angaben zufolge "ausschließlich in Teilen von Bayern vertrieben" wurden. Wer soll da noch durchblicken?
» Weitere Informationen im PDF-Format

 

Deutliche Worte der Verbraucherzentrale Hamburg

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