Schwere Krankheitsverläufe möglich! Kolibakterien (VTEC) in Sprossen von HEALTHY POWERFOOD

Eine Produktabbildung ist nicht verfügbar Das Behördenportal "lebensmittelwarnung.de" veröffentlicht eine Warnmeldung zu verschiedenen Sprossen der "Healthy Powerfood GbR" (Worms/RP). Grund der amtlichen Warnung: "Bei einer Untersuchung wurden Verotoxin bildende » E. Coli festgestellt, die ein Gesundheitsrisiko darstellen". Betroffen sind die fünf Sprossenvarianten "Alfalfa", "Salatmix", "Gourmet", "Aufs Brot" und "Sommersprossen" mit Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) bis einschließlich 29.10.2018. Angaben zu belieferten Handelsunternehmen, Verkaufszeiträumen bzw. -beginn, Angebotsgrößen sowie jegliche Produktabbildungen insb. der Verpackungen fehlen in der äußerst spartanischen, aber behördlich geduldeten "Verbraucherinformation". Nachdem die behördliche Meldung mit der Benennung der fünf betroffenen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ihren Anfang nahm (und diese Angaben bzgl. der Betroffenheit schon zu unvollständigen Meldungen in den Medien führten), wuchs die Liste der Betroffenheit bis zum heutigen amtlichen "Dienstschluss" mit Berlin, Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen auf 10 Bundesländer auf; erfahrungsgemäß ist auch jetzt die wirkliche Betroffenheit immer noch fraglich. "Von einem Verzehr der Produkte ist dringend abzuraten!", so "Healthy Powerfood". VerbraucherInnen werden aufgefordert, die Ware zu entsorgen oder im Markt zurückzugeben; zur Kompensation wird in der "Verbraucherinformation" keine Aussage getroffen. Bei Fragen kann das Unternehmen unter der Rufnummer 0 62 41/2 08 76 67 (Werktags: 8-16 Uhr) oder per E-Mail an info(at)healthypowerfood.de kontaktiert werden. Gem. Wikipedia kann  eine Infektion mit E. coli (VTEC) symptomfrei verlaufen. Andernfalls tritt nach einer Inkubationszeit von typischerweise drei bis vier, vereinzelt aber auch nach zwei bis zu zehn Tagen, eine Gastroenteritis (Magen-Darm-Grippe, Brechdurchfall) auf, die sich zu einer enterohämorrhagischen Colitis (Darmentzündung) entwickeln kann. Krankheitserregende "Escherichia coli" können zu schweren Organschäden führen, Blutzellen zerstören und die Nierenfunktion schädigen (= HUS). Ein Nierenversagen endet in 10-30 % der Fälle mit dem Tod. Wissenswert: Im April/Mai 2011 kam es in Deutschland zur Häufung und Ausbreitung einer bis dahin nicht bekannten, schweren Verlaufsform eines » hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) mit Durchfall. Als Ursache wurden ökologische Bockshornkleesamen ausgemacht, die aus Ägypten importiert wurden. Insgesamt erkrankten 855 Menschen an HUS und 2.987 an Gastroenteritis; 53 Menschen starben an der Infektion.
» Weitere Informationen im PDF-Format (> 2,5 MB)
Lesenswert: ages.at » "VEROTOXIN BILDENDE ESCHERICHIA COLI (VTEC)" (PDF)
wikipedia.de » Rückblick auf die "HUS-Epidemie 2011"

 


Update zur Verdeutlichung des behördlichen Meldewesens


Die am Sa, 20.10.2018 - 17:05 Uhr fertiggestellte "Pressemitteilung" der Healthy Powerfood GbR wurde am So, 21.10.2018 - 21:50 Uhr (somit erst mehr als 24 Stunden später) als "neue Warnung" auf "lebensmittelwarnung.de" veröffentlicht. Bis Mo, 22.10.2018 - 12:49 Uhr haben fünf Bundesländer ihre Betroffenheit gemeldet, bis Mo, 22.10.2018 - 18:06 Uhr waren 10 Bundesländer betroffen (Details s. o. Beitrag).

Stand: Di, 23.10.2018 - 19:00 Uhr:
Heute haben sich im Laufe des Tages die drei weiteren Bundesländer Niedersachsen, Saarland und Schleswig-Holstein in die Liste der Betroffenen eingereiht. Es fehlen somit noch Brandenburg, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern.

Kolibakterien in STOCKMEYER´s grobe Teewurst ´Rügenwalder Art´ festgestellt (Verkauf bei NETTO)

STOCKMEYER NETTO Rückruf STREICH MICH Teewurst grob Rügenwalder Art Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes ruft die Westfälische Fleischwarenfabrik Stockmeyer GmbH (Sassenberg/NW) eine grobe Teewurst im Becher aus dem Sortiment der Netto Marken-Discount AG & Co. KG (Stammsitz: Maxhütte-Haidhof/BY) zurück. "Im Rahmen amtlicher Untersuchungen wurden » E. coli-Bakterien festgestellt", so das Unternehmen in seiner vorbildlich umfangreichen und transparenten Informationskampagne. Von der Rückrufaktion betroffen ist das Produkt "Stockmeyer - Streich mich - Teewurst grob ´Rügenwalder Art´" im 125 g-Becher aus der Produktionscharge mit den Verbrauchsdaten 06.10.2018, 08.10.2018 und 09.10.2018. Die Produkte wurden bundesweit in Märkten von Netto Marken-Discount verkauft. Angaben der Fleischwarenfabrik zufolge wurde in Abstimmung mit den Behörden bereits die Rückholung aus dem Handel veranlasst. Beschriebene Teewurst sollte nicht verzehrt werden. KundInnen, die das Produkt gekauft und noch vorrätig haben, können es im Handel - selbstverständlich gegen Erstattung des Kaufpreises - zurückgeben; auch können sie sich unter der Telefonnummer 0 54 26 / 82-5 80 (Mo-Fr 8-16 Uhr) an den Hersteller wenden. Stockmeyer: "Personen, die dieses Lebensmittel gegessen haben und schwere oder anhaltende Symptome entwickeln, sollten ärztliche Hilfe aufsuchen und auf eine mögliche VTEC-Infektion hinweisen. Sich ohne Symptome vorbeugend in ärztliche Behandlung zu begeben, ist nicht sinnvoll." Das Unternehmen bedauert mögliche Unannehmlichkeiten, die mit dieser Maßnahme verbunden sind und versichert: "Alle anderen Teewurst-Artikel von Stockmeyer sind von dem Rückruf nicht betroffen."  Eine Erkrankung mit E. coli (VTEC) äußert sich meistens innerhalb einer Woche Anbieter informiert verbraucherfreundlich!mit Durchfall und Bauchkrämpfen. Insbesondere Säuglinge, Kleinkinder, Senioren und Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem können schwere Krankheitsverläufe entwickeln  (Bildquelle: Engel & Zimmermann AG).
» www.stockmeyer.de | » www.netto-online.de» Weitere Informationen im PDF-Format

 

STOCKMEYER NETTO Rückruf STREICH MICH Teewurst grob Rügenwalder Art

» "Wichtige Verbraucherinformation" im PDF-Format
(Alle Informationen "auf einen Blick")

 

STOCKMEYER NETTO Rückruf STREICH MICH Teewurst grob Rügenwalder Art

» "Wichtige Kundeninformation" im PDF-Format
(Vorlage für Aushang in NETTO-Filialen)

 


Update zur Verdeutlichung des "Freitagsproblems" der Behörden


Die Firma Stockmeyer GmbH erklärt in ihrer Verbraucherinformation deutlich: "Die Produkte wurden bundesweit in Märkten von Netto Marken-Discount verkauft."

Stand: Sa, 06.10.2018 - 18:00 Uhr:
Erneut ein erhebliches und für VerbraucherInnen einiger Bundesländer u. U. verhängnisvolles Informationsdefizit durch die sogenannten "Verbraucherschutz"-Behörden einiger Bundesländer: Innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung durch den Hersteller melden im amtlichen Portal "lebensmittelwarnung.de" nur Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen eine Betroffenheit. Es fehlen: Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Solche unvollständigen Angaben führen erfahrungsgemäß dazu, dass in nicht aufgelisteten Bundesländern keine und/oder in überregionalen Medien eine unvollständige Berichterstattung erfolgt.

Stand: So, 07.10.2018 - 18:00 Uhr:
Auch 48 Stunden später gelten die vorstehend aufgelisteten acht Bundesländer noch als "nicht betroffen".

Stand: Mo, 08.10.2018 - 18:00 Uhr:
Am 3. Tag erkennen und melden nun auch die bislang säumigen Bundesländer ihre Betroffenheit.

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