Die belgische "Agence fédérale pour la Sécurité de la Chaîne alimentaire AFSCA" (in deutsch: "Föderalagentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette FASNK") meldet bereits seit Ende März diverse Rückrufaktionen von Curryprodukten. Inländische Unternehmen hatten bei Eingangskontrollen von indischem Curry festgestellt, dass dieses den
potentiell krebserregenden und erbgutverändernden Azofarbstoff » Methylgelb od. Buttergelb (4-Dimethylamino-azobenzol) beinhaltet. Nach entsprechenden Mitteilungen an die FASNK wurde entschieden, alle verunreinigten Curryprodukte des betroffenen Importeurs zurückzurufen. So folgten umfangreiche Rückrufaktionen von Unternehmen wie Antartic II (25.03.09 | 30 und 45 gr-Gläser), Colruyt (06.04.09 | 40 und 400 gr-Gebinde), Flavori (07.04.09 | 100 gr, 200 gr, 250 gr, 500 gr und 1 kg-Gebinde), Delhaize (07.04.09 | Cayennepfeffer in 40 gr-Tüten) sowie des Gewürzimporteurs ISFI (09.04.09 | 450 gr-Gläser und 1 kg-Tüten). Die Föderalagentur teilt in einer deutschsprachigen Information mit, dass auch andere europäische Länder von der Kontamination betroffen sind. Obwohl dabei einige Berichte auch eine mögliche Betroffenheit Deutschlands erwähnen, ist von einer solchen in der aktuellen Monatsmeldung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit noch nichts zu lesen. Dass verunreinigtes Curry vor der Grenze halt macht (ggf. auch in bereits verarbeiteter Form), ist jedoch eher unwahrscheinlich.
» www.afsca.be | » Weitere Informationen im PDF-Format






























