DM ruft DMBIO Langkornreis zurück: Erhöhte Gehalte des Schimmelpilzgiftes Aflatoxin möglich

DM DROGERIE-MARKT Rückruf DMBIO Langkornreis Die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG (Karlsruhe/BW) ruft vorbeugend einen Langkornreis aus ihrem Bio-Sortiment zurück. Grund für den Rückruf: Es kann nicht aus­geschlossen werden, dass in Produkten erhöhte Gehalte an » Aflatoxin (= Schimmelpilzgift) vorliegen. Betroffen ist der Artikel  "Langkorn Reis Natur" der Marke "dmBio", abgepackt in 1.000 g-Beuteln und ausschließlich mit den beiden Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) 26.10.2019 und 23.11.2019 (das MHD ist leicht auf der Seite der Verpackung zu erkennen). Die Ware ist offensichtlich bundesweit in allen Filialen der Drogeriemarktkette erhältlich gewesen, da in der Verbraucherinformation keinerlei regionale Einschränkung vorgenommen wird. KundInnen werden gebeten, das Produkt mit genannten MHD nicht zu konsumieren und ungeöffnet oder bereits angebrochen in die dm-Märkte zurückzubringen. Der Kauf­preis wird selbst­verständlich erstattet (Anm.: Erfahrungsgemäß auch ohne Vorlage des Kassenbons). Weitere Informationen sind beim dm-ServiceCenter unter der kostenfreien Telefonnummer 08 00 / 3 65 86 33 (Mo.-Sa.: 8-20 Uhr) oder per E-Mail an servicecenter(at)dm.de zu erhalten. dm erklärt: Aflatoxine "können die Gesundheit beeinträchtigen, wenn sie über einen längeren Zeitraum aufgenommen werden. Aflatoxine sind Stoffwechsel­produkte, die von verschiedenen Schimmel­pilzen gebildet werden. Schimmel kann sich beispielsweise durch unzureichende Trocknung oder falsche Lagerung bilden" Anbieter informiert verbraucherfreundlich!und beendet die Mitteilung: "Die Qualität und Sicherheit unserer Produkte hat für uns höchste Priorität. Wir bedauern den Vorfall und ent­schuldigen uns bei allen Kunden für die ent­standenen Un­an­nehmlich­keiten." (Bildquelle: dm-drogerie markt GmbH + Co. KG). 
» www.dm.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

 

Beispielhafter Aushang einer Verbraucherinformation
in der dm-Filiale, Friedrich-Ebert-Straße 145-147, 48153 Münster

DM DROGERIE-MARKT Beispielhafter Aushang einer VerbraucherinformationDer Aushang hängt in Augenhöhe an jeder Kasse,
unmittelbar vor dem Kundenmagazin

 

Hintergrund: Eine durch produktrueckrufe.de durchgeführte (nicht repräsentative) Erhebung hat ergeben, dass nur jedes fünfte Handelsunternehmen bei einer Rückrufaktion entsprechende Verbraucherinformationen aushängt und/oder so platziert, dass sie auch wahrgenommen werden können.

 


Update zur Verdeutlichung des "Freitagsproblems" der Behörden


Die dm-drogerie markt GmbH + Co. KG macht in ihrer Pressemitteilung bezüglich Verkaufsregionen keinerlei Einschränkungen. Aufgrund dessen ist von einer bundesweiten Betroffenheit auszugehen.

Stand: Sa, 15.12.2018 - 18:00 Uhr:
Innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Veröffentlichung durch dm melden im amtlichen Portal "lebensmittelwarnung.de" nur die elf Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen eine Betroffenheit ihrer Verantwortungsbereiche. Die Bundesländer Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Saarland sehen am Wochenende kein Erfordernis einer Warnung. Unvollständige Warnungen auf "lebensmittelwarnung.de" führen erfahrungsgemäß dazu, dass in nicht als betroffen gelisteten Bundesländern keine und/oder in überregionalen Medien nur eine unvollständige Berichterstattung erfolgt.

Stand: So, 16.12.2018 - 18:00 Uhr:
Bis zum Ablauf des 2. Tages nach Bekanntgabe durch den Markeninhaber wurde die Liste der betroffenen Bundesländer zwar um Hamburg erweitert, ist damit aber immer noch zu nur 75% vollständig.


Stand: Mo, 17.12.2018 - 18:00 Uhr:
Tag 3: Nach dem Wochenende sind nun auch die zuständigen Stellen/Personen der bislang säumigen vier Bundesländer Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Saarland ihrer Verantwortung nachgekommen.


Obwohl das vorstehend beschriebene "Freitagsproblem" einer tlw. erheblich verzögerten Feststellung von Betroffenheiten bereits mehrfach vorgetragen wurde und mit minimalstem Aufwand vollständig gelöst werden könnte, ändert sich an der behördlichen Arbeits-/Vorgehensweise praktisch nichts.


Zusätzliche Informationen