UPDATE: Nachweis von Staphylokokken in Gourmet-Rohschinken, verkauft in zwei ALDI SÜD-Bezirken

Eine Produktabbildung ist nicht verfügbarDas Familienunternehmen Schwarz Cranz GmbH & Co. KG (Neu Wulmstorf/NI), echt Altländer Fleischwaren, informiert "aus aktuellem Anlass" zum Rückruf von Schinken aus dem Sortiment einiger Aldi Süd-Filialen. "In einer einzelnen Probe (...) wurde eine mikrobiologische Verunreinigung » (Staphylokokken) nachgewiesen." Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes wird zurückgerufen: "Fettreduzierter Gourmet Rohschinken in Scheiben" in der 175 g-Packung mit der Chargennummer L3194057613 und dem Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) 16.10.2017. Der Artikel wurde - Herstellerangaben zufolge - ausschließlich über Aldi Süd in den Bezirken Rheinhessen-Pfalz und Darmstadt verkauft; die Behörden hingegen melden (zumindest derzeit) eine Betroffenheit folgender Bundesländer: Hessen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen. "Noch vorhandene Packungen mit dem entsprechenden MHD und Chargennummer können selbstverständlich gegen Erstattung des Kaufpreises am Kauf-Ort zurückgegeben werden", so das Unternehmen. Auch wird versichert, "dass andere Mindesthaltbarkeitsdaten/ Chargennummern dieses Artikels oder andere von Schwarz Cranz vertriebene Produkte nicht betroffen sind." Mögliche Unannehmlichkeiten, die mit dieser Maßnahme verbunden sind, werden bedauert. Auffallend: In der amtlichen Meldung versprechen die Behörden, dass in jeder belieferten Aldi Süd-Filiale eine Kundeninformation ausgehängt werde. Bleibt zu hoffen, dass zumindest darauf eine Produktabbildung sichtbar ist sowie ein ausdrücklicher Gefahrenhinweis erfolgt, denn "Staphylokokken können sowohl zu lebensmittelbedingten Vergiftungen als auch zu Infektionskrankheiten führen (...). Dominierende Symptome  sind Erbrechen, Übelkeit, Durchfall und Kreislaufsymptome. Bereits äußerst geringe Toxinmengen können hierfür ausreichen" (Quelle: » Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)).
» www.schwarz-cranz.de | » www.aldi-sued.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
Lesenswert: ec.europa.eu » "Leitfaden für Korrekturmaßnahmen (...)"
(Hinweise zum Inhalt der Kommunikation ab Seite 23 ff, insb. Nr. 3.5, 2. Absatz)

Update vom 08.09.2017: Kurz nach Erscheinen des o. a. Beitrages wurde in der amtlichen Meldung auf "lebensmittelwarnung.de" die Betroffenheit des Bundeslandes Thüringen widerrufen; auch ist aus der Warnung der Hinweis "In jeder durch Aldi-Süd belieferten Filiale wird eine Kundeninformation ausgehängt" entfernt worden.

Zusätzliche Informationen