"Sie riechen penetrant nach Teer" musste die Stiftung Warentest bei einem "Schnelltest" zum Verkaufsbeginn von Kinder-Gummistiefeln bei Aldi-Nord feststellen; das Labor fand » "polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe": 3,4 Milligramm/Kilogramm in dem blauen, 2,5 Milligramm je Kilogramm in dem schwarzen Stiefel (Bildquelle: test.de). Stiftung Warentest: "In Materialien, zu denen Kinder unter drei Jahren längere Zeit Hautkontakt bekommen, sollten keine PAK nachweisbar sein. ... Eine akute Gesundheitsgefahr besteht zwar nicht. Aber die Chemikalien wirken langfristig. Sie können über Hautkontakt in den Körper gelangen und dort Krebs erzeugen, das Erbgut verändern und fruchtschädigend wirken. Kinder sind besonders empfindlich." Diese Gefahren von PAK bestätigt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und erwähnt im Zusammenhang mit Belastungen von Spielzeug auch eine steigende Zahl von Krebserkrankungen bei Kindern.
Das Online-Magazin "CleanKids" erhielt jetzt einen Verbraucherhinweis, wonach Aldi seinen Kunden die Rückgabe der belasteten Kinderstiefel anbietet. In der in einer Filiale ausgehängten "Kundeninformation" schreibt der Discounter neben einigen Erklärungen: "Obwohl nach heutigem Erkenntnisstand keine Gesundheitsgefahr besteht, wollen wir Ihnen rein vorsorglich die Möglichkeit bieten, die Gummistiefel jederzeit in eine unsere Filialen zurückzubringen. Sie erhalten dann umgehend den vollen Warenpreis erstattet." Es war nicht möglich, diesen Aushang von Aldi im Original zu erhalten, um auch Verbraucher zu informieren, denen dieser nicht sofort aufgefallen ist. Inzwischen scheinen die Informationen auch schon wieder entfernt worden zu sein, zumindest vor Ort.
» www.test.de | » www.cleankids.de
Lesenswert: bfr.bund.de » Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in Spielzeug (PDF)































