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NETTO ruft Vielzahl an Kinder-Faschingskostümen zurück

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NETTO Rückruf Kinder-KarnevalskostümeDie NETTO Supermarkt GmbH & Co. (Stavenhagen/MVP), ein dänisches Einzelhandelsunternehmen mit zahlreichen Filialen in Nord- und Ostdeutschland, bittet in den Tiefen seiner Internetseite um die Aufmerksamkeit der Leser für eine "Wichtige Kundeninformation". Grund ist ein Rückruf von Kinder-Faschingskostümen aus der "Werbewoche 02/2010": Die Kostüme Teufelin, Pirat, Neandertalerin, Pippi-Langstrumpf, Dracula und Indianer (Bildquelle: Netto), die vom 14.01.10 bis 09.04.10 verkauft wurden, sind umgehend in eine NETTO-Filiale zurückzubringen, da der Hersteller empfohlen hat, den Artikel aus dem Verkauf zu nehmen. Der Discounter ersetzt den vollen Kaufpreis. Netto schreibt nur, dass die Faschingskostüme nicht den Qualitäts- und Sicherheitserwartungen entsprechen. Wer jedoch aufmerksam die wöchentlichen RAPEX-Meldungen der Europäischen Union liest, findet in der Meldung der 19. Kalenderwoche 2010 vom 14. Mai unter lfd.-Nr. 23 0785/10 einen Eintrag mit gleichem Bild des Kostüms "Teufelin". Dieses, in der Republik der Philippinen hergestellte Produkt, stellt eine chemische Gefahr dar, weil es verbotene » Azofarbstoffe enthält. Die Farbe des Kostüms gibt 516 mg/kg des giftigen und krebserzeugenden » 3.3´-Dimethylbenzidin ab, was den Grenzwert von 30 mg/kg (erheblich) übersteigt. Sollte eine vergleichbare Belastung für alle Kostüme zutreffen, so gehört eine solche Kundeninformation auf "Seite 1". Aber: In Deutschland gibt es dazu keinerlei Vorgaben (Obwohl das Bundesinstitut für Risikobewertung festgestellt hat, dass Kinder auf Chemikalien wesentlich empfindlicher reagieren können als Erwachsene: "Die Daten des Kinderkrebsregisters belegen, dass seit Beginn der Datendokumentation 1980 bis zum Jahre 2007 in Deutschland die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen an malignen Tumoren bei Kindern bis 15 Jahren kontinuierlich und erheblich angestiegen ist.").
» www.netto.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

 
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