 Fast täglich kommt es zu Rückrufaktionen, Produktwarnungen und Sicherheitshinweisen, die für deutsche Verbraucher relevant sind. Bis auf sehr wenige gesetzlich geregelte Ausnahmen liegen Zeitpunkt, Form, Ort und Dauer entsprechender Informationen im freien Ermessen verantwortlicher "Inverkehrbringer". So ist es für Verbraucher sehr oft Glückssache, relevante Informationen überhaupt und rechtzeitig zu finden. Um Schäden durch gefährliche Produkte abzuwenden, bieten wir Verbrauchern eine Möglichkeit, "irgendwo" öffentliche Informationen bei uns sowohl zentral als auch längerfristig verfügbar zu haben. Wenn wir dabei von Unternehmen unterstützt werden und somit erkennbar ist, dass Verbraucher diese sicherheitsrelevanten Informationen auch wirklich und vorbehaltlos erhalten sollen, so stellen wir das besonders heraus.
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Rückruf bakterienbelasteter BLEND-A-DENT-Haftcreme von P&G
Träger von dritten Zähnen haben derzeit "schlechte Karten". Nachdem Mitte Februar der Pharmaherstellers GlaxoSmithKline verschiedene COREGA® Haftcremes wegen einer möglichen (und nebenwirkungsreichen) Zinkanreicherung im Körper zurückgerufen hat, veröffentlicht jetzt auch die Procter & Gamble Service GmbH (Schwalbach am Taunus) einen Produktrückruf für Haftcreme. Dabei wird die Produktvariante "blend-a-dent Super-Haftcreme Extra Stark FRISCH" (47 gr-Tube) aus der Herstellung in Groß-Gerau zurückgerufen. Dem Unternehmen zufolge handelt es sich um eine vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme, nachdem in Packungen der Produktion aus Groß-Gerau das Bakterium » Burkholderia cepacia gefunden wurde. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder mit chronischen Lungenerkrankungen kann es ernsthafte Infektionen hervorrufen. Nach Unternehmensangaben zeigen bisherige Analysen, dass das Problem auf die Chargennummer "# 0209" beschränkt ist, welche auf dem Umkarton (rechte Seitenlasche über dem Haltbarkeitsdatum) oder der Tubenfalz zu finden ist. Verbraucher, die ein Produkt mit genannter Chargennummer besitzen, können dieses im normalen Restmüll entsorgen und unter folgender kostenfreien Telefonnummer Ersatz anfordern: 08 00/1 11 61 31. Über das Haltbarkeitsdatum der Haftcreme schreibt das Unternehmen nichts. Auch wenn aktuell zahlreiche Medien über diese Aktion berichten, so ist die Halbwertzeit dieser Meldungen eher gering. Bleibt zu hoffen, dass insbesondere die gefährdeten Verbraucher schnell von dieser Aktion erfahren! » www.pg.com | » www.blend-a-dent.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
Mit einer modifizierten Pressemitteilung weist Procter & Gamble jetzt darauf hin, dass nun eine weitere Haftcreme mit zwei weiteren Chargennummern betroffen ist: Die Produktvariante "blend-a-dent Super-Haftcreme Extra Stark" (47 gr-Tube) mit den Chargennummern "# 0155" und "# 0208". In Österreich und der Schweiz sind Chargen "# 0200" und "# 0203" der Haftcreme "Kukident ..." betroffen. » Neue Informationen im PDF-Format
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Brandgefahr: Rückrufaktion für Stromerzeuger von ASKARI
Ein erster Hinweis im Verbraucherinformationssystem » "VIS" des bayerischen Justiz- und Verbraucherschutzministeriums führt Verbraucher zu einer Rückrufaktion des Angelsportausrüsters Askari Sport GmbH aus Lüdinghausen (NRW). Einer Veröffentlichung auf der Internetseite des Unternehmens ist zu entnehmen, dass ein Stromerzeuger des Modells Shraise (Artikelnummer 138689) "nach einer halbstündigen Inbetriebnahme ohne erkennbaren Grund in Brand geraten ist". Da somit die Sicherheit des Benutzers nicht garantiert werden kann, ruft Askari genannte Geräte zurück. Verbraucher werden dringendst aufgefordert, den Stromaggregator nicht in Betrieb zu nehmen: "Es besteht akute Leib- und Lebensgefahr", so das Unternehmen. Betroffene Kunden werden gebeten, erworbene Stromerzeuger in einen Askari-Fachmarkt zurückzubringen oder an das Unternehmen zurückzusenden. Prüfung, Instandsetzung sowie Rücksendung sind kostenfrei, ggf. wird der Kaufpreis erstattet. Für Fragen wurde die Rufnummer 0 25 91/9 50 50 angegeben. Auf unsere Anfrage nach Überlassung einer Pressemitteilung teilte das Unternehmen mit, das die Aktion bereits zu 99% erledigt sei. » www.angelsport.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
GARMIN ruft diverse Navigationsgeräte zurück: Brandgefahr
Der Navigationsgerätehersteller Garmin (Gräfelfing/München) ruft weltweit Navigationsgeräte zurück. Bei manchen Geräten mit einem speziellen Leiterplattendesign besteht die Wahrscheinlichkeit des Überhitzens, wodurch unter Umständen Brandgefahr entsteht. Betroffen sind Geräte der "nüvi"-Serien 200W, 250W, 260W, 7xx und 7xxT, in denen die Batterien von einem externen Zulieferer stammen. Das Unternehmen rät seinen Kunden dringend zur Feststellung, ob ihr nüvi-Gerät zu den betroffenen Geräten zählt und empfiehlt, am Rückrufprogramm teilzunehmen. Aufgrund des konkreten Zeitraumes und des speziellen Leiterplattendesigns können betroffene Navis identifiziert werden. So hat Garmin eine spezielle Webseite eingerichtet, auf sich durch Eingabe der Seriennummer feststellen lässt, ob ein Gerät betroffen ist. Falls das Gerät das spezifische Leiterplattendesign aufweist und eine Batterie aus dem spezifischen Produktionszeitraum verwendet, erhalten betroffene Kunden Anweisungen, wie das Gerät kostenfrei zurückgesendet werden kann. Deutsche Kunden ohne Internetzugang können Garmin unter der für Europa eingerichteten Rufnummer +44 870 850 1242 (Großbritannien) erreichen. Neben dem Wechsel der Batterie wird am Kopfende der Batterie neben der Leiterplatte ein Abstandshalter eingesetzt. Garmin rät dringend davon ab, die Batterien selbst zu entfernen oder auszuwechseln. Aufgrund der proaktiven Überlassung einer Presse-Information sowie zahlreich erkennbarer Online-Berichterstattung ist eine umfangreiche und vorbehaltlose Öffentlichkeitsarbeit feststellbar. Produktverantwortung, wie sie sein soll! » www.garmin.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
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Kontaktlinsen von JOHNSON & JOHNSON zurückgerufen
Der amerikanische Pharmazie- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson - "Geschäftsbereich Kontaktlinse" ruft ausgewählte Kontaktlinsen zurück. Als Folge einer erhöhten Anzahl an Beschwerden von außereuropäischen Patienten, die ein "Stechen oder Schmerzen beim Aufsetzen“ der Linsen reklamierten, wurde bei Untersuchungen ein Problem im Reinigungsprozess einer bestimmten Produktionslinie ausgemacht. Betroffen sind 1-DAY ACUVUE® TruEye™ Kontaktlinsen mit einer Basiskurve (BC) von 9,0 verschiedener Dioptrien (Bereich -1,0 bis -4,0) und Packungsgrößen (10er - 30er). Zu erkennen sind betroffene Produkte an einer der folgenden Los-Nummern, die auf der Außenverpackung aufgedruckt sind: 4922370104, 4922920101, 4922920102, 4922920301, 4922920401, 4922500109, 4922510101, 4922510103, 4922510104, 4922510107, 4922870109, 4922881204, 4922820708, 4922840102, 4922810600, 4922811102 und 4922540101. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich in Deutschland um 351 Packungen, die an 174 Verkaufsstellen ausgeliefert worden sind. Trägern genannter Linsen wird empfohlen, die Los-Nummer zu prüfen und diese im Fall einer Betroffenheit nicht weiter zu verwenden. Johnson & Johnson stellt den betroffenen Kontaktlinsenträgern über ihren Kontaktlinsenanpasser kostenlosen Ersatz zur Verfügung und betont, dass Langzeitfolgen für die Gesundheit unwahrscheinlich sind. Aufgrund der sofortigen Überlassung einer Presse-Information sowie zahlreich erkennbarer Online-Berichterstattung ist eine umfangreiche und vorbehaltlose Öffentlichkeitsarbeit feststellbar. So wie es sein soll (aber selten ist)! » www.jnj.de | » www.acuvue.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
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Stiftung Warentest: Rückrufaktion für CHARIOT Fahrradanhänger
"Rückruf für Chariot Cougar-Fahrradanhänger: Gefahr durch Schimmel" Diesem Artikel der Stiftung Warentest zufolge rufen die Chariot Carriers und der europäische Alleinimporteur, die "Zwei plus zwei" Marketing GmbH aus Köln, eine Lieferung Kinder-Fahrradanhänger Chariot Cougar 1 und 2 zurück, die zumindest teilweise mit » Schimmel befallen sind. Der Meldung nach sollen insgesamt gut 2.000 Anhänger in den Farben rot und Avocado betroffen sein, die der Importeur mit den Seriennummern A0610–28522 bis A0610–30641 nach dem 9. August an den Handel ausgeliefert hat (Bildquelle: test.de). Die Stiftung hebt hervor, dass das Kölner Eco-Institut sogar an Modellen, an denen optisch kein Schimmelbefall zu erkennen war, eine erhöhte Anzahl von Schimmelsporen gefunden hat. Schimmel kann bei Menschen mit Allergien oder Immunschwäche, vor allem jedoch bei Kindern ernste gesundheitliche Beeinträchtigungen sowie allergische Reaktionen verursachen. Bis auf einen Hinweis auf der Internetseite des Unternehmens scheint es (zumindest derzeit) keine weiteren Verbraucherinformationen zu geben, obwohl wegen der aktuell hohen Nachfrage bereits viele der gerade ausgelieferten Anhänger schon bei den Kunden sein sollen, so die Stiftung Warentest. Eine Presseinformation sowie Informationen dazu waren für uns bis heute (also auch Tage nach dem Test-Bericht) nicht erhältlich. » www.test.de | » www.chariot.de Lesenswert: test.de: » Produktrückrufe - Die Rechte der Kunden
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