BASF-´Zwischenfall´: Krebsverdächtige Dichlorbenzole in Schaumstoff-Matratzen gelangt?

Achtung! Gefahr!Der Fachverband Matratzenindustrie e. V. (Essen/NW), Sprachrohr für Hersteller sowie Zulieferer der Matratzen-Industrie, informiert auf seiner Internetseite zu einem besorgniserregenden "Zwischenfall" beim Chemiekonzern BASF (Ludwigshafen/RP): Bei der Herstellung von » "TDI" (Zwischenprodukt für die Herstellung von Schaumstoffen in der Matratzen- und Auto-Industrie) wurde festgestellt, dass das Produkt "Lupranate T 80 A", das zwischen dem 25.08. und 29.09.2017 hergestellt wurde, "deutlich erhöhte Konzentrationen an » Dichlorbenzolen (DCB)" aufweist. Gem. Presserklärung des Verbandes empfiehlt BASF seinen Kunden, bereits verarbeitete Produktmengen zu testen, ob relevante Grenzwerte eingehalten werden. Der Verband, der mit der Informationspolitik des Herstellers spürbar mehr als unzufrieden ist, unter anderem: "Wir müssen endlich wissen, wie stark die sich daraus ergebende mögliche Belastung der Matratzen ist und wie wir weiter vorgehen, um alles Erforderliche zu tun (...) Wir sind die Industrie, die am Ende der Lieferkette steht und wir sind es, die mit hoher Priorität zum Schutz der Verbraucher agieren müssen und wollen." Nach ersten Einschätzungen der Verbandsmitglieder soll die Zahl der bereits mit dem betroffenen Material produzierten Matratzen so hoch sein, dass davon ausgegangen werden muss, dass belastete Matratzen bereits auch in Haushalte gelangt sind. Das umweltgefährdene Dichlorbenzol kann Haut, Atemwege sowie Augen sehr stark reizen und steht zudem unter Verdacht, Krebs zu verursachen. "Langfristige Einwirkungen auf die Lunge können die Sensibilisierung der Atemwege bis hin zu asthmatischen Erkrankungen zur Folge haben", so Wikipedia.
» www.matratzenverband.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

Erste Reaktionen von Herstellern:
Als "Vorreiter" informiert die Dunlopillo Deutschland GmbH (Frankfurt/HE), dass auch Dunlopillo-Matratzen, die in den letzten 14 Tagen (vom 26.09. bis 06.10.2017) Anbieter informiert verbraucherfreundlich!an Handel oder Endkunden ausgeliefert wurden, betroffen sind. Sollten VerbraucherInnen Fragen haben oder unsicher sein, können sie sich unter 0 69/9 99 99 78 30 an eine eingerichtete Service-Hotline wenden. Betroffene Matratzen können direkt zurückgesendet werden, die Kosten trägt das Unternehmen.
» www.dunlopillo.de | » Weitere Informationen im PDF-Format

Update vom 12.10.2017: Unscheinbar, aber immerhin teilt die Ikea Deutschland GmbH & Co. KG (Hofheim-Wallau/HE) mit, bereits einige Produkte identifiziert und deren Verkauf in Frankreich, Niederlande, Belgien, Norwegen, Schweden und Dänemark gestoppt zu haben. "Besorgte Kunden", die seit dem 25. August 2017 Latexmatratzen der Bezeichnungen "MORGEDAL", "MATRAND", "MYRBACKA" oder Matratzen der Familie "HÖVÅG", "HAFSLO", "HYLLESTAD" gekauft haben, können diese unter Vorlage des Lieferscheins, der Rechnung oder des Kassenbons in ihrem IKEA Einrichtungshaus gegen volle Erstattung des Kaufpreises zurückgeben.
» www.ikea.com | » Weitere Informationen im PDF-Format

SICHERHEITSHINWEIS: Mögliche Explosionsgefahr von BOSCH und SIEMENS Gas-Standherden

BSH HAUSGERÄTE Sicherheitshinweis BOSCH SIEMENS Gas-Standherde Erneut verkündet die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (München/BY) einen Sicherheitshinweis für Hausgeräte. Nach den überhitzungs-/brandgefährdeten » Geschirrspülern (Baujahre 1999-2005) und 100.000 » Wäschetrocknern (Baujahr 2002) werden jetzt in Deutschland rund 9.000 Gas-Standherde zum Gegenstand einer wieder unbedingt zu beachtenden Sicherheitsmaßnahme. Potenzielle Gefahr hier: "Durch eine mögliche Beschädigung von einem Gasanschlussteil kann es unter Umständen zu einem unkontrollierten Gasaustritt kommen und in äußerst seltenen Fällen ein Explosionsrisiko entstehen." Betroffen sind Gas-Standherde der beiden Marken "Bosch" und "Siemens" aus dem Produktionszeitraum Januar 2009 bis Oktober 2011. Um zu überprüfen, ob ein Gerät betroffen ist, können Konsumenten ihre Gerätedaten auf der Internetseite "www.gascookingsafety.com" (siehe Link zur "Sonderseite") eingeben oder sich beim Kundendienst unter der kostenfreien Rufnummer 08 00/3 00 47 11 (Mo-So, 24-Stunden-Erreichbarkeit) melden. Jedem Besitzer eines betroffenen Gerätes wird ein kostenfreier Vor-Ort-Austausch des Anschlussteils angeboten; Reparaturtermine werden zeitnah vereinbart. Um jegliche Gefahr zu vermeiden, sollten Besitzer mit einem betroffenen Modell bis zum Austausch des Anschlussteiles die Gaszufuhr zum Gerät abdrehen und es bis dahin nicht mehr benutzen. Das Unternehmen verspricht: "Um möglichst viele Konsumenten zu erreichen, Anbieter informiert verbraucherfreundlich!werden in den nächsten Tagen Anzeigen in verschiedenen Online- und Print-Medien geschaltet" und möchte sich bei allen Konsumenten für etwaige Unannehmlichkeiten entschuldigen (Bildquelle: www.gascookingsafety.com).
» www.bsh-group.de | » Sonderseite | » Weitere Informationen im PDF-Format

Update vom 20.02.2017: Die BSH Hausgeräte GmbH meldet eine Ausweitung der Sicherheitsmaßnahme. Betroffen sind jetzt in Deutschland insgesamt rund 19.000 Geräte, da nun bereits der Produktionszeitraum ab August 2006 betroffen ist. Insbesondere werden auch diejenigen Kunden um erneute Überprüfung ihres Gerätes gebeten, die ihre Gerätedaten schon einmal überprüft haben und bei denen ein Austausch des Gasanschlussteils bisher nicht notwendig war.
» Weitere Informationen im PDF-Format

Update vom 03.06.2017: Zur praktischen Wahrnehmung ihrer Produktverantwortung hatte die BSH Hausgeräte GmbH als besondere Maßnahme des Verbraucherschutzes für drei Monate eine zusätzliche Anzeige veranlasst, die aufgrund einer ständigen Präsenz auf unseren Seiten insgesamt 812.332 VerbraucherInnen alle notwendigen Informationen "auf den ersten Blick" zugänglich gemacht hat.

BSH HAUSGERÄTE Sicherheitshinweis BOSCH SIEMENS Gas-Standherde

» "Wichtige Verbraucherinformation" im PDF-Format
(Aushang für Fachhandel / Verkaufsstellen)

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