130 Motorradfahrer in Lebensgefahr? KBA warnt jetzt öffentlich vor Stoßdämpfertyp von ÖHLINS

KBA Warnung ÖHLINS StoßdämpferDas kommt nur in wirklich "schweren Fällen" vor: Auf seiner Internetseite sowie durch eine Pressemitteilung warnt das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg öffentlich vor bestimmten Stoßdämpfertypen des schwedischen Herstellers Öhlins Racing AB (Upplands Väsby/S). Als Begründung führt die oberste Straßenverkehrsbehörde an: "Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich eine Befestigungsmutter im Dämpferinneren löst und im ungünstigen Fall zum Auseinanderfallen des Dämpfers im Fahrbetrieb führt." Betroffen sind die drei Stoßdämpfertypen "TTX36 RT", "TTX36 MkII" und "TTX36 GP", die im Zeitraum vom 5. November 2013 - 25. März 2015 produziert und werkseitig in Motorräder verbaut oder dort nachgerüstet wurden. Dabei sind nicht alle Stoßdämpfer dieses Typs betroffen; betroffene Artikel- und Seriennummern (auf den Produkten eingeschlagen oder gelasert) listet das KBA in seiner Pressemitteilung (Link s. u.) auf; zusätzlich besteht eine Überprüfungsmöglichkeit auf der Internetseite des Herstellers. Wichtig: "Es ist von außen nicht erkennbar, ob ein Stoßdämpfer betroffen ist." Das KBA macht deutlich: ÖHLINS Rückruf Stoßdämpfertyp TTX36Es besteht "Lebensgefahr" und betroffene Fahrzeuge bzw. Dämpfer "sollten" nicht benutzt werden. MotorradfahrerInnen, deren Stoßdämpfer betroffen ist/sind, können ein autorisiertes Öhlins Service-Center oder Öhlins DTC kontaktieren. Dieses ist telefonisch unter der Rufnummer 0 26 91/93 77 80 und schriftlich unter der E-Mail-Adresse: info.odtc(at)ohlins.com bzw. Öhlins DTC, Gottlieb-Daimler-Straße 25 in 53520 Meuspath möglich. Diese Warnung richtet sich an Unternehmen, die Produkte der Marke Öhlins vertreiben und / oder installieren sowie an Endverbraucher, die diesen Stoßdämpfertyp in ihrem Fahrzeug verbaut haben. Motorräder, an denen die betroffenen Stoßdämpfer serienmäßig verbaut wurden, werden durch die jeweiligen Motorradhersteller zurückgerufen.  Angaben des KBA´s zufolge soll dieser Rückruf bereits am 25. März 2015 seitens des Herstellers gestartet, durch das KBA überwacht und am 27. März 2015 deutschlandweit publiziert worden sein. Jetzt, knapp ein Jahr später, wird festgestellt: "Der Verbleib von 130 Stoßdämpfern des Nachrüstmarktes konnte jedoch bis heute nicht eindeutig geklärt werden" (Bildquelle: Pressemitteilung des Kraftfahrt-Bundesamtes | bearb.).
» www.kba.de | » www.oehlins.eu | » Weitere Informationen im PDF-Format

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