Die Dortmunder Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) ist durch das Geräte- und Produktsicherheitsgesetz beauftragt, über die Sicherheit von Gebrauchsgegenständen und technischen Arbeitsmitteln zu informieren. Wie bereits in der Vorweihnachtszeit des vergangenen Jahres erging auch jetzt wieder eine wichtige Pressemitteilung der Behörde: "Gefährliche Weihnachtszeit: Nur die Lichter sollen brennen". "Erst prüfen, dann einschalten", so die Experten der Behörde: "Als häufige Mängel verzeichnen die Kontrolleure der Aufsichtsbehörden Brandgefahr und blanke Drähte. Wenn die Beleuchtung dann mit 230 Volt betrieben wird, droht ein tödlicher Stromschlag. Manche Birnen können bis zu 70 Grad Celsius heiß werden. Heiß genug, um Weihnachtsdekorationen, wie Tannenzweige, Strohsterne oder Tücher zu entflammen." Empfehlungen der Behörde sind: "An der Weihnachtsbeleuchtung sollte deshalb ein CE-Zeichen oder besser noch ein von einer vertrauenswürdigen Prüfstelle herausgegebenes GS-Zeichen vorhanden sein." Weihnachtsbeleuchtung, die im Freien Verwendung findet, sollte das Piktogramm "Spritzwassergeschützt" (Dreieck mit Tropfen) oder besser "Regenwassergeschützt" (Quadrat mit Tropfen) sowie das Kürzel IP 44 oder höher aufweisen. In Innenräumen sollte man besser Lichterketten einsetzen, die mit einem Transformator betrieben werden. Der regelt die Spannung von 230 auf 24 Volt herunter und verhindert insbesondere für Kinder die Gefahr eines tödlichen Stromschlages, falls offene Lampenfassungen oder mangelhafte Isolierungsstellen berührt werden. Ältere Beleuchtungen sollen am besten vor der Benutzung auf Schäden geprüft werden, um Kabelbrände zu verhindern. Wichtig auch: Defekte Glühbirnen sollen nur mit einer Birne der zugelassenen Wattstärke ersetzt werden, da andere möglicherweise sich selbst oder das Kabel überhitzen und dadurch Brände auslösen können. Doch auch die zugelassenen Glühbirnen entwickeln eine Wärme, die anliegendes Dekorationsmaterial entzünden können. Darum: "Stauwärme vermeiden". Angesichts der möglichen Risiken sollte keine Weihnachtsbeleuchtung längere Zeit unbeaufsichtigt brennen.
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