Kontaktlinsen von JOHNSON & JOHNSON zurückgerufen
Mittwoch, 25. August 2010 um 15:00 Uhr
Der amerikanische Pharmazie- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson - "Geschäftsbereich Kontaktlinse" ruft ausgewählte Kontaktlinsen zurück. Als Folge einer erhöhten Anzahl an Beschwerden von außereuropäischen Patienten, die ein "Stechen oder Schmerzen beim Aufsetzen“ der Linsen reklamierten, wurde bei Untersuchungen ein Problem im Reinigungsprozess einer bestimmten Produktionslinie ausgemacht. Betroffen sind 1-DAY ACUVUE® TruEye™ Kontaktlinsen mit einer Basiskurve (BC) von 9,0 verschiedener Dioptrien (Bereich -1,0 bis -4,0) und Packungsgrößen (10er - 30er). Zu erkennen sind betroffene Produkte an einer der folgenden Los-Nummern, die auf der Außenverpackung aufgedruckt sind: 4922370104, 4922920101, 4922920102, 4922920301, 4922920401, 4922500109, 4922510101, 4922510103, 4922510104, 4922510107, 4922870109, 4922881204, 4922820708, 4922840102, 4922810600, 4922811102 und 4922540101. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich in Deutschland um 351 Packungen, die an 174 Verkaufsstellen ausgeliefert worden sind. Trägern genannter Linsen wird empfohlen, die Los-Nummer zu prüfen und diese im Fall einer Betroffenheit nicht weiter zu verwenden. Johnson & Johnson stellt den betroffenen Kontaktlinsenträgern über ihren Kontaktlinsenanpasser kostenlosen Ersatz zur Verfügung und betont, dass Langzeitfolgen für die Gesundheit unwahrscheinlich sind. Aufgrund der sofortigen Überlassung einer Presse-Information sowie zahlreich erkennbarer Online-Berichterstattung ist eine umfangreiche und vorbehaltlose Öffentlichkeitsarbeit feststellbar. So wie es sein soll (aber selten ist)! » www.jnj.de | » www.acuvue.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
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Regierungspräsidium Darmstadt warnt vor Schlankheitsmittel
Montag, 02. August 2010 um 12:00 Uhr
Was eigentlich einer länderübergreifenden Verbraucherwarnung bedürfte, veröffentlicht behördlicherseits (derzeit) augenscheinlich nur das Regierungspräsidium Darmstadt im Landesportal Hessen: Bei einer Überprüfung wurde in angeblich rein pflanzlichen Schlankheitsmitteln aus China und Indonesien der (nicht auf der Packung genannte) Wirkstoff » Sibutramin festgestellt. Amtliche Untersuchungen haben teilweise erhöhte Dosierungen des verschreibungspflichtigen Wirkstoffes bis zum doppelten der zugelassenen Dosis ergeben. Der Behörde zufolge handelt sich um die über das Internet vertriebenen Mittel „LAMI“, „Reduce Weight Fruta Planta“ und „La Jiao Shou Shen“, die alle in Kapselform angeboten werden. In einer untersuchten Probe wurde als weiterer Wirkstoff » Phenolphthalein nachgewiesen, welcher früher als Abführmittel verwendet wurde, inzwischen aber wegen seiner möglicherweise krebserzeugenden Wirkung in Arzneimitteln keine Verwendung mehr findet. Die bekannten Nebenwirkungen von Sibutramin umfassen Beschwerden von Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Taubheitsgefühlen, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Der Stoff darf auf keinen Fall eingenommen werden bei Schilddrüsenüberfunktion, Angina pectoris, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Epilepsie, Herzrhythmusstörungen und Störungen der Leber- und Nierenfunktion oder bei paralleler Einnahme von Antidepressiva und Neuroleptika. "Nach Studien birgt Sibutramin vor allem für Herz-Kreislauf-Patienten ein deutlich erhöhtes Herzinfarkt-Risiko, eine US-Studie listet 34 Todesfälle durch den Arzneistoff auf", so die Behörde. » www.rp-darmstadt.hessen.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
CARDIAC SCIENCE ruft fehlerhafte Defibrillatoren zurück
Montag, 22. Februar 2010 um 12:00 Uhr
 Einen » Defibrillator (oder AED = Automatisierter Externer Defibrillator) hat keiner zu Hause, könnte man meinen. Diese Schockgeber, mit denen man beispielsweise Herzrhythmusstörungen durch gezielte Stromstöße beenden kann, findet man jedoch nicht nur im "Handwerkszeug" von medizinischem Fachpersonal, sondern auch zur sprachgesteuerten Anwendung durch Laien in öffentlich zugänglichen Gebäuden sowie Privathaushalten. So ruft das amerikanische Unternehmen Cardiac Science auch öffentlich die Defibrillator-Modelle Powerheart 9300A, 9300E, 9300P, 9390A, 9390E sowie CardioVive 92532 zurück, nachdem jetzt festgestellt wurde, dass ca. 12.200 AEDs bei Wiederbelebungsversuchen evtl. nicht in der Lage zur Therapieabgabe sind. Dass dieses zu schwerwiegenden, unerwünschten Ereignissen oder zum Tod führen kann, liegt auf der Hand. Betroffene AEDs, die zwischen dem 19.10.09 und 15.01.10 hergestellt oder gewartet wurden, sollten sofort außer Betrieb genommen werden; das Unternehmen bietet einen kostenfreien Umtausch an. In Deutschland wurde durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ein entsprechender » Sicherheitshinweis zu dieser "Korrektiven Maßnahme" veröffentlicht. Ob dieser jedoch von jedem Betreiber/Besitzer eines AEDs gefunden wird? Die gemäß BfArM nur in englischer Sprache zur Verfügung stehende Kundeninformation war und ist auch in Deutsch zu finden. » www.cardiacscience.com | » Weitere Informationen im PDF-Format
Sturzgefahr: BfArM veröffentlicht erneut gefährliche Rollatoren
Donnerstag, 07. Januar 2010 um 08:00 Uhr
 Nach mehreren Sicherheitsmaßnahmen für Rollatoren im Jahr 2009 gibt das in Bonn ansässige Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nun mit der Referenz-Nr.: 4024/09 einen Sicherheitshinweis der Russka Ludwig Bertram GmbH aus Laatzen bekannt. Bei Leichtgewichtrollatoren der Modelle NeXus mit den Sitzhöhen 50, 57 und 64 cm (Artikelnummern: 11445 000, ... 010 und ... 020) kann sich bei bestimmten Produktionschargen die Radaufhängung der Vorderräder lösen oder brechen und NutzerInnen in Folge dessen stürzen. Die zum Download angebotene Kundeninformation geht offenbar an den Handel, mit der neben dem Aushang entsprechender Plakate auch um Information namentlich bekannter Kunden gebeten wird. Ob diese Bekanntmachung und/oder dieses Schreiben auch die Patienten erreicht, die nicht im Handel registriert sind? Auf der Internetseite des Unternehmens ist (zumindest derzeit) keine Information zu finden. Dabei sind » Stürze bei Bewegungseinschränkungen und/oder im Alter regelmäßig nicht ohne ernsthafte "Nebenwirkungen". » www.bfarm.de
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Lesenswert: Weitere "sturzgefährliche" Fortbewegungsmittel » hier
Bakterien in DOREPEROL Mundspülung/-spray: Rückruf
Dienstag, 24. November 2009 um 17:00 Uhr
 Die Medice Arzneimittel Pütter GmbH & Co KG aus Iserlohn ruft alle Chargen des Kosmetikums "Doreperol® aktiv" Mundspülung und -spray zurück. Grund für den Rückruf ist eine mögliche Verunreinigung mit dem Bakterium » Burkholderia cepacia, welches typischerweise im Grundwasser und im Erdboden vorkommt und auch über längere Zeiträume hinweg in feuchter Umgebung überleben kann. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder mit chronischen Lungenerkrankungen (wie zum Beispiel Mukoviszidose = zystische Fibrose) kann das Bakterium ernsthafte Infektionen hervorrufen. Obwohl vermutlich nur zwei Chargen in Deutschland und Luxemburg betroffen sind, werden aus Sicherheitsgründen alle im Markt befindlichen Chargen zurückgerufen. Verbraucher, die in den letzten 12 Monaten einen der genannten Artikel bezogen haben, sollten diesen nicht benutzen und gegen Kaufpreiserstattung an die Apotheke zurückgeben. Erst kürzlich kam es wegen einer vergleichbaren bakteriellen Belastung zu einer groß angelegten Rückrufaktion für Sinex Schnupfenspray von Wick (Procter & Gamble). » www.medice.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
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PROCTER & GAMBLE ruft WICK Schnupfenspray zurück
Freitag, 20. November 2009 um 12:00 Uhr
 In einer groß angelegten Rückrufaktion ruft das Weltunternehmen Procter & Gamble Nasenspray zurück, da in einer für den Export in die USA bestimmten Charge das Bakterium » B. cepacia gefunden wurde. Dieses Bakterium stellt für gesunde Menschen nur ein geringes medizinisches Risiko dar, kann jedoch bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder einer chronischen Lungenerkrankung eine ernsthafte Infektion hervorrufen. In Deutschland wird das Produkt als "WICK Sinex Schnupfenspray" Dosiersystem 15 ml von der WICK Pharma  GmbH vertrieben und trägt die Chargennummer 9224028833, die sich sowohl auf dem Umkarton als auch auf dem Flaschenetikett befindet. Verbraucher, die eines der betroffenen Produkte besitzen, können unter folgender kostenfreier Telefonnummer einen Ersatz oder die Rückerstattung des Kaufpreises anfordern: 08 00/1 11 61 31. Ein professioneller Umgang mit dieser Rückrufmaßnahme ist feststellbar; auch wurde sie über die Deutsche Presse-Agentur publiziert. » www.wick.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
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BfArM: Erneuter Rückruf von Rollatoren
Dienstag, 06. Oktober 2009 um 18:00 Uhr
 Mit der Referenz-Nr.: 3271/09 gibt das Bonner Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Rückrufaktion der Meyra Ortopedia aus Vlotho bekannt. Bei Rollatoren des Modells "Gentleman", die zwischen dem 01. Januar und 24. August 2009 produziert wurden, kann es möglicherweise zum Verlust des "Radgabelbolzens" kommen. Mögliche Gefahren/Schäden sind nicht beschrieben. Das zum Download angebotene Schreiben des Unternehmens geht offensichtlich nur an den Handel, der gebeten wird, Kunden zu informieren und zu bitten, den Rollator vorerst nicht weiter zu benutzen sowie zum Umbau/Austausch zurückzusenden. Ob diese Bekanntmachung und/oder dieses Schreiben alle Nutzer und dabei insbesondere die erreicht, die nicht im Handel registriert sind, erscheint fraglich; auch ist auf der Internetseite des Unternehmens (zumindest derzeit) keinerlei Information zu finden. Ein » Sturz im Alter ist nicht ohne! » www.bfarm.de
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BfArM meldet erweiterten Rückruf von FORMOLINE L112
Mittwoch, 05. August 2009 um 09:00 Uhr
 Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat unter der alten Referenz-Nr.: 2977/08 eine Erweiterung des Rückrufs von Formoline L112 Tabletten der Certmedica International GmbH (Kleinostheim) bekannt gegeben. Es handelt sich um zusätzliche Chargen des Rückrufs vom August 2008, die wegen einer Kontamination mit Enterobakterien (z. Bsp. Salmonellen) zurückgerufen werden. Betroffen sind Packungsgrößen 48, 80 und 160 Tabletten mit unterschiedlichsten Chargennummern und Verfallsdaten zwischen November und Dezember 2011. » Salmonellen können ab bestimmten Konzentrationen Durchfall, Bauchschmerzen und Erbrechen auslösen. Verbraucher, die das Produkt bereits zu Hause und im Gebrauch haben oder (trotz des "exklusiven Verkaufs durch Apotheken") nach wie vor bei einer der zahlreichen privaten Internetauktionen "ersteigern" können, werden durch diese Veröffentlichung nicht erreicht. Auf der Internetseite des Unternehmens ist (derzeit) kein Hinweis zu finden. » www.bfarm.de | » www.formoline.de
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Rückruf instabiler Rollstühle durch BfArM
Freitag, 03. Juli 2009 um 19:00 Uhr
 Mit der Referenz-Nr.: 0689/09 veröffentlicht das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte eine Rückrufaktion der Invacare Aquatec GmbH, Isny. Bei Leichtgewichts-Rollstühlen des Modells "Invacare Action 2000" besteht durch selbständiges Lösen der Befestigungsschrauben am Rahmen ein Risiko, dass die Vorderräder instabil werden und im schlimmsten Fall abfallen. Betroffen sind Rollstühle im Seriennummernbereich 7007533957 bis 7008568013, die zwischen August 2007 und August 2008 produziert wurden. Alle betroffenen Rollstühle sind mit entsprechenden Ersatzbolzen nachzurüsten; ein kostenfreies Austausch-Kit steht zur Verfügung. Erst Ende April wurde (anscheinend auch nur durch das BfArM) ein Sicherheitshinweis für Rollatoren aus dem Sortiment von Invacare veröffentlicht, da sich Hinterräder ablösen könnten ( » zu unserem Artikel). Adressaten dieser "Dringenden Sicherheitsinformation" sind wieder "Sanitätsfachhändler und Einrichtungen, die entsprechende Produkte erworben haben". Wie aber erhalten Nutzer, die beispielsweise von privat einen gebrauchten Rollstuhl oder Rollator erworben haben (und somit nirgendwo registriert sind), entsprechende Informationen? Auf der Internetseite des Unternehmens ist (zumindest derzeit) kein Hinweis zu finden. » www.bfarm.de
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Weitere Aktionen dieses Anbieters finden Sie in der "Rückrufsuche"
BfArM veröffentlich Sicherheitshinweis für Rollator
Freitag, 24. April 2009 um 13:00 Uhr
 Mit der Referenz-Nr.: 0692/09 veröffentlicht das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte einen wichtigen Sicherheitshinweis der Firma Invacare Aquatec (Isny). Beim Rollatormodell "Dolomite Soprano" kann sich "durch frühzeitige Abnutzung der Einzelkomponenten" das Hinterrad ablösen, wodurch der Rollator instabil wird und es dadurch zum Fall der Anwender mit Verletzungen kommen kann. Der Rückruf betrifft alle Rollatoren aus dem Produktionszeitraum Mai bis August 2008 mit den Seriennummern G065-000001 bis G065-000800. Das Unternehmen bietet einen kostenlosen Austausch an. Bereits im November 2005 wurden Rollatoren dieses Modells mit der Auflage zur Verschrottung zurückgerufen. » www.bfarm.de (Aktuelle Aktion) | » www.bfarm.de (Aktion aus November 2005)
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