Auch BfArM informiert über Rückruf von DEPUY-Hüftimplantaten
Dienstag, 14. September 2010 um 14:00 Uhr
Bereits Ende August hat das Schweizer Heilmittelinstitut » "swissmedic" eine Rücknahme von Hüftimplantaten des Orthopädieprodukteherstellers DePuy gemeldet. Kurze Zeit später konnten Patienten auf der deutschen Internetseite des genannten Unternehmens einem Link folgen, der über einen "dringenden Sicherheitshinweis und freiwilligen Rückruf des ASR™ Hüftsystems (ASR™ Oberflächenersatz, ASR™ XL Acetabulumsystem)" informiert (nur in englischer Sprache). Unter der Referenz-Nr.: 1977/08 veröffentlicht jetzt auch das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) diese "wichtige Kundeninformation zur dringenden Sicherheitsinformation". Neben vielen Details schreibt DePuy: "Alle Patienten, denen das ASR™ System implantiert wurde, sollten über diesen Rückruf informiert werden und zu einer Nachuntersuchung eingeladen werden." Insbesondere Hüftpatienten, die noch einen themenähnlichen Beitrag des ARD-Magazins "Fakt" aus August 2009 in den Ohren haben, dürften dabei hellhörig werden: Das Magazin stellte seinerzeit fest, dass trotz entsprechender Herstellerinformationen viele Betroffene nichts über das Risiko erfahren, das sie in sich tragen. Der schweizerischen » Handelszeitung zufolge sollen weltweit rund 93.000 Exemplare dieser Prothesen verkauft worden sein, wonach bei den beiden Modellen "XL Acetabular System" und "Hip Resurfacing System" 12 bis 13 Prozent mangelhaft sein könnten. Ob und wieviele Patienten in Deutschland betroffen sein könnten, bleibt in den zugänglichen Kundeninformationen offen. » www.bfarm.de | » www.depuy.de
Die Online-Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" titelt aktuell in der Wissenschafts-Rubrik "Medizin": "Giftige Geschäfte: Eine Tochter des US-Konzerns Johnson & Johnson hat weltweit künstliche Hüftgelenke zurückgerufen. Doch viele der 5500 deutschen Patienten wissen noch gar nichts davon." Lesenswert: spiegel.de » Medizin | Giftige Geschäfte » www.swissmedic.ch (30.08.10 - Vk_20100826_06) | » Direktlink zu weiteren Informationen im PDF-Format » www.bfarm.de | » Direktlink zu weiteren Informationen im PDF-Format » www.bfarm.de | » Direktlink zu weiteren Informationen im PDF-Format
Rückruf bakterienbelasteter BLEND-A-DENT-Haftcreme von P&G
Donnerstag, 26. August 2010 um 12:00 Uhr
Träger von dritten Zähnen haben derzeit "schlechte Karten". Nachdem Mitte Februar der Pharmaherstellers GlaxoSmithKline verschiedene COREGA® Haftcremes wegen einer möglichen (und nebenwirkungsreichen) Zinkanreicherung im Körper zurückgerufen hat, veröffentlicht jetzt auch die Procter & Gamble Service GmbH (Schwalbach am Taunus) einen Produktrückruf für Haftcreme. Dabei wird die Produktvariante "blend-a-dent Super-Haftcreme Extra Stark FRISCH" (47 gr-Tube) aus der Herstellung in Groß-Gerau zurückgerufen. Dem Unternehmen zufolge handelt es sich um eine vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme, nachdem in Packungen der Produktion aus Groß-Gerau das Bakterium » Burkholderia cepacia gefunden wurde. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder mit chronischen Lungenerkrankungen kann es ernsthafte Infektionen hervorrufen. Nach Unternehmensangaben zeigen bisherige Analysen, dass das Problem auf die Chargennummer "# 0209" beschränkt ist, welche auf dem Umkarton (rechte Seitenlasche über dem Haltbarkeitsdatum) oder der Tubenfalz zu finden ist. Verbraucher, die ein Produkt mit genannter Chargennummer besitzen, können dieses im normalen Restmüll entsorgen und unter folgender kostenfreien Telefonnummer Ersatz anfordern: 08 00/1 11 61 31. Über das Haltbarkeitsdatum der Haftcreme schreibt das Unternehmen nichts. Auch wenn aktuell zahlreiche Medien über diese Aktion berichten, so ist die Halbwertzeit dieser Meldungen eher gering. Bleibt zu hoffen, dass insbesondere die gefährdeten Verbraucher schnell von dieser Aktion erfahren! » www.pg.com | » www.blend-a-dent.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
Mit einer modifizierten Pressemitteilung weist Procter & Gamble jetzt darauf hin, dass nun eine weitere Haftcreme mit zwei weiteren Chargennummern betroffen ist: Die Produktvariante "blend-a-dent Super-Haftcreme Extra Stark" (47 gr-Tube) mit den Chargennummern "# 0155" und "# 0208". In Österreich und der Schweiz sind Chargen "# 0200" und "# 0203" der Haftcreme "Kukident ..." betroffen. » Neue Informationen im PDF-Format
Artikel dieser Bezeichnung wurden zum Zeitpunkt der Meldung durch gewerbliche und/oder private Anbieter bei eBay angeboten.
Kontaktlinsen von JOHNSON & JOHNSON zurückgerufen
Mittwoch, 25. August 2010 um 15:00 Uhr
Der amerikanische Pharmazie- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson - "Geschäftsbereich Kontaktlinse" ruft ausgewählte Kontaktlinsen zurück. Als Folge einer erhöhten Anzahl an Beschwerden von außereuropäischen Patienten, die ein "Stechen oder Schmerzen beim Aufsetzen“ der Linsen reklamierten, wurde bei Untersuchungen ein Problem im Reinigungsprozess einer bestimmten Produktionslinie ausgemacht. Betroffen sind 1-DAY ACUVUE® TruEye™ Kontaktlinsen mit einer Basiskurve (BC) von 9,0 verschiedener Dioptrien (Bereich -1,0 bis -4,0) und Packungsgrößen (10er - 30er). Zu erkennen sind betroffene Produkte an einer der folgenden Los-Nummern, die auf der Außenverpackung aufgedruckt sind: 4922370104, 4922920101, 4922920102, 4922920301, 4922920401, 4922500109, 4922510101, 4922510103, 4922510104, 4922510107, 4922870109, 4922881204, 4922820708, 4922840102, 4922810600, 4922811102 und 4922540101. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich in Deutschland um 351 Packungen, die an 174 Verkaufsstellen ausgeliefert worden sind. Trägern genannter Linsen wird empfohlen, die Los-Nummer zu prüfen und diese im Fall einer Betroffenheit nicht weiter zu verwenden. Johnson & Johnson stellt den betroffenen Kontaktlinsenträgern über ihren Kontaktlinsenanpasser kostenlosen Ersatz zur Verfügung und betont, dass Langzeitfolgen für die Gesundheit unwahrscheinlich sind.
Johnson & Johnson Vision Care gibt (nur?) auf der Internetseite eine Ausweitung der Rückrufaktion für bestimmte Kontaktlinsen der Marke 1•DAY ACUVUE® TruEye™ (Narafilcon A) bekannt: Einige Linsen weisen eventuell eine unerwartet hohe Konzentration eines verwendeten Verarbeitungshilfsstoffs auf. Die betroffenen Chargen beginnen mit 492 oder 502, wobei die ersten 6 Ziffern der Chargennummern zwischen 492237 – 492498 und zwischen 502080 – 502269 liegen. Im Gegensatz zur Erstmeldung, bei der neben der sofortigen Überlassung einer Presse-Information sowie zahlreich erkennbarer Online-Berichterstattung eine umfangreiche und vorbehaltlose Öffentlichkeitsarbeit feststellbar war, sind jetzt für die Ausweitung (zumindest online) so gut wie keine Meldungen mehr erkennbar. » www.jnj.de | » www.acuvue.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
Artikel dieser Bezeichnung wurden zum Zeitpunkt der Meldung durch gewerbliche und/oder private Anbieter bei eBay angeboten.
Regierungspräsidium Darmstadt warnt vor Schlankheitsmittel
Montag, 02. August 2010 um 12:00 Uhr
Was eigentlich einer länderübergreifenden Verbraucherwarnung bedürfte, veröffentlicht behördlicherseits (derzeit) augenscheinlich nur das Regierungspräsidium Darmstadt im Landesportal Hessen: Bei einer Überprüfung wurde in angeblich rein pflanzlichen Schlankheitsmitteln aus China und Indonesien der (nicht auf der Packung genannte) Wirkstoff » Sibutramin festgestellt. Amtliche Untersuchungen haben teilweise erhöhte Dosierungen des verschreibungspflichtigen Wirkstoffes bis zum doppelten der zugelassenen Dosis ergeben. Der Behörde zufolge handelt sich um die über das Internet vertriebenen Mittel „LAMI“, „Reduce Weight Fruta Planta“ und „La Jiao Shou Shen“, die alle in Kapselform angeboten werden. In einer untersuchten Probe wurde als weiterer Wirkstoff » Phenolphthalein nachgewiesen, welcher früher als Abführmittel verwendet wurde, inzwischen aber wegen seiner möglicherweise krebserzeugenden Wirkung in Arzneimitteln keine Verwendung mehr findet. Die bekannten Nebenwirkungen von Sibutramin umfassen Beschwerden von Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Übelkeit und Erbrechen bis hin zu Taubheitsgefühlen, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen. Der Stoff darf auf keinen Fall eingenommen werden bei Schilddrüsenüberfunktion, Angina pectoris, Schlafstörungen, Bluthochdruck, Epilepsie, Herzrhythmusstörungen und Störungen der Leber- und Nierenfunktion oder bei paralleler Einnahme von Antidepressiva und Neuroleptika. "Nach Studien birgt Sibutramin vor allem für Herz-Kreislauf-Patienten ein deutlich erhöhtes Herzinfarkt-Risiko, eine US-Studie listet 34 Todesfälle durch den Arzneistoff auf", so die Behörde. » www.rp-darmstadt.hessen.de | » Weitere Informationen im PDF-Format
CARDIAC SCIENCE ruft fehlerhafte Defibrillatoren zurück
Montag, 22. Februar 2010 um 12:00 Uhr
 Einen » Defibrillator (oder AED = Automatisierter Externer Defibrillator) hat keiner zu Hause, könnte man meinen. Diese Schockgeber, mit denen man beispielsweise Herzrhythmusstörungen durch gezielte Stromstöße beenden kann, findet man jedoch nicht nur im "Handwerkszeug" von medizinischem Fachpersonal, sondern auch zur sprachgesteuerten Anwendung durch Laien in öffentlich zugänglichen Gebäuden sowie Privathaushalten. So ruft das amerikanische Unternehmen Cardiac Science auch öffentlich die Defibrillator-Modelle Powerheart 9300A, 9300E, 9300P, 9390A, 9390E sowie CardioVive 92532 zurück, nachdem jetzt festgestellt wurde, dass ca. 12.200 AEDs bei Wiederbelebungsversuchen evtl. nicht in der Lage zur Therapieabgabe sind. Dass dieses zu schwerwiegenden, unerwünschten Ereignissen oder zum Tod führen kann, liegt auf der Hand. Betroffene AEDs, die zwischen dem 19.10.09 und 15.01.10 hergestellt oder gewartet wurden, sollten sofort außer Betrieb genommen werden; das Unternehmen bietet einen kostenfreien Umtausch an. In Deutschland wurde durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ein entsprechender » Sicherheitshinweis zu dieser "Korrektiven Maßnahme" veröffentlicht. Ob dieser jedoch von jedem Betreiber/Besitzer eines AEDs gefunden wird? Die gemäß BfArM nur in englischer Sprache zur Verfügung stehende Kundeninformation war und ist auch in Deutsch zu finden. » www.cardiacscience.com | » Weitere Informationen im PDF-Format
|