Täglich kommt es in Deutschland zu Rückrufaktionen, Produktwarnungen und Sicherheitshinweisen für gefährliche Verbraucherprodukte. Minimalistische Gesetzesanforderungen zur Verbraucherinformation wie - bei Lebensmitteln - "effektiv und genau" (Art. 19 Abs. 1 EG-BasisV) oder - bei Produkten - "angemessen und wirksam" (§ 6 ProdSG) sowie die Sicherheit, dass die Effizienz von Rückrufmaßnahmen selten(st) überwacht wird, verleiten viele produktverantwortliche Unternehmen zu äußerster Zurückhaltung > teilweise in Verbindung mit übelsten, Alibi schaffenden Tricks: fingierten "Pressemitteilungen", unauffälligen "Aushängen", versteckten Internet-"Hinweisen" (und immer wieder unter den Augen von Behörden). Das alles trotz mglw. gefährlich(st)er, gesundheitlicher Konsequenzen für VerbraucherInnen, die von gar nicht bis (in der Regel) maximal rund 8-13 % erreicht werden.

Zitat Prof. Dr. Tobias Brönneke (Plusminus - ARD | Das Erste v. 01.04.2010)

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